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Kreis RE: Roden von Hecken verboten

CASTROP-RAUXEL Wie der Kreis jetzt mitteilte, dürfen Heckenschere und andere Schneidwerkzeuge in den nächsten Monaten nur noch behutsam eingesetzt werden. Von März bis Ende September ist es verboten, Hecken, Wallhecken, Gebüsche sowie Röhricht- oder Schilfbestände zu roden, abzuschneiden oder zu zerstören. Es gibt allerdings einige Ausnahmen.

von Ruhr Nachrichten

, 07.03.2008
Kreis RE: Roden von Hecken verboten

Das Roden von Hecken etc. ist von März bis September verboten.

Das Verbot dient vor allem dazu, vielen Vogelarten, aber auch Säugetieren und Insekten den notwendigen Nist-, Brut-, Wohn- und Zufluchtsraum zu erhalten. „Haben Vögel bereits mit dem Nestbau begonnen“, erläutert die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Recklinghausen, „verbieten strenge Bestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes, dass Nester entfernt oder frei geschnitten werden.“ Wird zu rigoros zu Werk gegangen, führt das in den allermeisten Fällen dazu, dass Vögel ihr Gelege aufgeben. Deshalb ist gerade während der Vegetationsperiode der Erhalt von Hecken und Gebüschen besonders wichtig. „Sie dürfen nicht vernichtet oder stark zurück geschnitten werden“, mahnt die Untere Landschaftsbehörde. Form- und Pflegeschnitte bleiben aber auch in der Schutzzeit erlaubt, wenn sie schonend vorgenommen werden. „Schonend meint, dass die Tiere in ihrem Lebensraum nicht beeinträchtigt werden und die Möglichkeit Deckung und Schutz zu suchen, auf jeden Fall über die aktuelle Vegetationsperiode erhalten bleibt.“Ausnhame bei behördlichen Maßnahmen Eine weitere Ausnahme gilt für behördlich durchgeführte oder zugelassene Maßnahmen, die aus wichtigen Gründen nicht zu anderer Zeit durchgeführt werden können. Hierunter fällt beispielsweise der Schnitt oder auch die Beseitigung von Gehölzen, soweit dies zur Herrichtung von Baugebieten und Baugrundstücken notwendig ist. Gleiches gilt zur Gefahrenabwehr, etwa für die Sicherheit an Verkehrsflächen. Mit Blick auf das bei Pflegemaßnahmen anfallende Schnittmaterial und das in Kürze stattfindende Osterfest macht der Kreis Recklinghausen abschließend auf die tödliche Gefahr aufmerksam, die von den Brauchtumsfeuern für Tiere ausgehen kann, die in den aufgeschichteten Haufen Schutz suchen. Gefährdet sind neben Vögeln vor allem Igel und Kaninchen. „Die Brandhaufen sollten daher immer erst kurzfristig aufgeschichtet werden oder nach längerer Ruhezeit vor dem Anzünden nochmals umgeschichtet werden“, lautet der Tipp der Unteren Landschaftsbehörde.

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