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Krimi-Dinner: Mausetot nach Carpaccio

BLADENHORST Was ist das? 49 unbescholtene Bürger sitzen im großen Rund, rudern mit den Ärmchen und intonieren "Attekattenuwa"? Eine finnische Volksweise und Kriminalmahl im Rittersaal von Schloss Bladenhorst am Freitagabend!

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 16.12.2007
Krimi-Dinner: Mausetot nach Carpaccio

Ein kriminelles Dinner.

Schlossherr Bodo Möhrke und Stagefactor Events hatten zum genussvollen Crime gebeten, zum Knobeln um Missetaten und zum herzhaften Biss an den vom Landhaus Scherrer servierten Köstlichkeiten. Und bisschen blutig war's schon, auch wenn das nicht für die vortreffliche Lammhaxe auf Kartoffelauflauf galt.

Tot nach der Vorspeise

Die Schurken waren so präsent, dass manchmal kein Messer dazwischen passte. Wobei die Inflation der potenziellen Missetäter es dem geneigten Publikum nicht einfach machte, das Gäbelchen beim Denken mal ruhen zu lassen. Beim Carpaccio vom Rinderfilet lärmte nur der Geologe Dr. Driller. Kein Wunder, dass er schon nach der Vorspeise das Zeitliche segnete. Und das heftige verbale Scharmützel mit dem aus Indien aufs Schloss Dartmoor zurückgekehrten Professor Prinkle mit einer vermeintlichen Vergiftung bezahlte. Köstlich war der eilends herbeigerufene Dr. Stringer, der dem guten Driller nicht nur eine leichte Bindehautentzündung diagnostizierte und ihn um den Quartalszehner erleichterte, sondern ihm auch bescheinigte, mausetot zu sein.

Aushilfskoch dahingerafft

Beim Beweismittel A, der Steinpilzessenz unter der Blätterteighaube, trat der unvermeidbare Percy Brown, Inspektor von Scotland Yards Gnaden, auf den Plan. Dass auch noch der Aushilfskoch den Löffel abgeben musste und sich am Ende die überdrehte Professoren-Assistentin als Polizistin offenbarte, kam dem heftig recherchierenden Publikum gerade recht. Mit einer doppelten Portion Betäubungsmittel als Todesursache und einem "falschen" Professor Prinkle hatte allerdings niemand gerechnet.

Nachschlag 2008

Schade, dass die durchweg feine Leistung an diesem Abend nicht mehr Leute nach Bladenhorst gelockt hatte. Aber fürs nächste Jahr ist ein Nachschlag beim Kriminalmahl angesagt.

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