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Liberale sind gegen große Umweltzone

CASTROP-RAUXEL Die FDP im Ruhrgebiet spricht sich für eine eigene starke Regionalverwaltung der Metropole Ruhr aus. So stimmten die Delegierten des Bezirksparteitages am Wochenende in Castrop-Rauxel für ein klares Ja zum Regionalverband Ruhr und ein eindeutiges Nein zum losen Städtebund, wie ihn der Dortmunder Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer fordert.

09.03.2008
Liberale sind gegen große Umweltzone

Christoph Grabowski (l.) mit Rainer Brüderle (Mitte) und dem Schatzmeister des FDP-Bezirks, Thomas Nückel.

Die Delegierten waren am Samstag in die Stadthalle gekommen, um die Liberalen für ihre Arbeit vor Ort zu belohnen. "Unsere Oppositionsarbeit findet bei den liberalen Nachbarn große Anerkennung", freute sich der Castrop-Rauxeler FDP-Stadtverbandsvorsitzende Christoph Grabowski.

Warnung vor Links

Bevor die 80 Delegierten sich in die Antragsberatung stürzen konnten, wurden sie von Westerwelle-Stellvertreter Rainer Brüderle eingestimmt. Der warnte mit Blick nach Hessen zu Beginn seiner Rede vor der Gefahr eines Linksrucks in Deutschland. Der wirtschaftspolitische Sprecher seiner Partei kritisierte aber auch die Subventionspolitik a la Nokia: "Da muss man sich doch nicht wundern, wenn wir nur noch eine Ansichtskarte bekommen, wenn die Subventionen abgelaufen sind." Brüderle forderte stattdessen die Stärkung des Mittelstandes. "Ich habe lieber 50 kleinere Unternehmen als abhängig von einem Großunternehmen zu sein. Wir müssen den Mittelstand stärken, das ist der Kern der liberalen Wirtschaftspolitik."

Gegen die große Umweltzone

Bei den inhaltlichen Beratungen sprachen sich die Delegierten gegen eine flächendeckende Umweltzone Ruhr aus. Stattdessen beschloss der Parteitag die Forderung, die Umweltzonen nur dort im Ruhrgebiet zu installieren, wo es auch wirkliche Verstöße gegen die zulässige Feinstaubbelastung gibt.

Vorsitzender der Ruhr-Liberalen bleibt der Mülheimer Dr. Andreas Reichel. Einer seiner Stellvertreter wurde Matthias Richter, der den Kreis-Liberalen vorsteht. Christoph Grabowski schließlich wurde mit 92 Prozent der Stimmen in den Bezirksvorstand wiedergewählt.

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