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Love-Parade stellt DRK vor Probleme

CASTROP-RAUXEL Die Love-Parade am kommenden Samstag in Essen schallt schon seit Wochen auch bis in unsere Stadt. Und lässt auch im Umland so manches Herz schneller schlagen. Nicht immer vor Freude.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 21.08.2007

 "Wir haben ein Riesenproblem", bestätigt DRK-Geschäftsführer Christoph Behrenspöhler. Sozusagen mit Mann und Maus könnten jede Menge Helfer aus dem Kreisgebiet in der Ruhrgebietsmetropole zum Einsatz kommen. Behrenspöhler rechnet mit 100, bei einer "Großschadenslage" mit 300 Leuten.

Einzelfallprüfung

Grundlage ist eine Anordnung des Regierungspräsidenten Münster zur Gefahrenabwehr. "Private" Sanitätswachen etwa bei Straßenfesten am Samstag dürfen die DRK-ler deshalb nur unter ganz bestimmten Bedingungen annehmen. "Einzelfallentscheidung", sagt Behrenspöhler. Um den zahlenmäßig großen Einsatz in Essen sicherstellen zu können und trotzdem nicht bei anderen Großveranstaltungen zu fehlen, bemüht sich das Deutsche Rote Kreuz um Verstärkung von außerhalb.

Denn an diesem Samstag stehen auch der Kreislauf in Recklinghausen und das Parkfest in Waltrop auf dem Programm. Der benachbarte Kreis Coesfeld, berichtet Behrenspöhler, könne nicht um Hilfe gebeten werden, denn in Coesfeld laufe eine Riesenrockparty. "Der Regelrettungsdienst ist natürlich sicher gestellt", betont der DRK-Mann. Aber für Essen seien allein über 50 Rettungswagen geordert worden, die dort zusätzlich zum Regeldienst vorgesehen sind. Fest eingebunden in das Sicherheits-Konzept sei z.B. eine ganze Einheit aus Gladbeck und zum Szenario gehörten u.a. Verbandsplatz und Transportkomponente wie bei einer Großschadenslage.

Enge Häuserschluchten

Von der mag Behrenspöhler freilich nicht ausgehen, auch wenn er sie fast für wahrscheinlich hält. "In Essen wird mit 500 000 Teilnehmern gerechnet. Plus x Zuschauer", sagt Behrenspöhler. Und die räumliche Situation in Essen, wo die Parade durch die Innenstadt mit ihren Häuserschluchten ziehe, sei sicher ganz anders als in Berlin mit seinen Ausweichbereichen.

Die Polizei im Kreis, erklärte deren Sprecher Andreas Weber, sei zwar direkt nicht in Essen eingebunden, aber verstärkt bei der Verkehrsregelung im Einsatz. Der Polizeisprecher kündigte außerdem zusätzliche Alkoholkontrollen an.

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