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Mieter wurden kräftig zur Kasse gebeten

DEININGHAUSEN Rechtfertigen gestiegene Gaspreise bis zu 600 Euro höhere Heizkosten? „Unwahrscheinlich“, sagen Helmut Lierhaus (Mieterverein Dortmund) und Manfred Herold (Stadtteilbüro Deininghausen). Ihm laufen die Anwohner der Ostdeutschlandstraßen (Erfurter, Leipziger, etc.) wegen ihrer Heizkostenabrechnungen die Tür ein.

von Von Benedikt Reichel

, 19.10.2007
Mieter wurden kräftig zur Kasse gebeten

Über hohe Nachforderungen beklagen sich die Mieter der Ostdeutschlandstraßen in Deininghausen.

„Unisono wurde über erhebliche Nachforderungen geklagt“, berichtet Manfred Herold und schildert Fälle, in denen der Zähler an der Badezimmerheizung plötzlich das 20fache des Vorjahres anzeigte. Am Donnerstagabend luden Herold und der Mieterverein zur Versammlung in die Grundschule ein. 75 Leute kamen. Alles Betroffene, die in den ehemaligen Viterra-Wohnungen leben, die inzwischen zu der dänischen Griffin Bonds GmbH gehören. „Wir haben den Mieter empfohlen, Widerspruch einzulegen und umgehend die Einzugsermächtigung zu widerrufen“, sagt Helmut Lierhaus. Schließlich sei Geld, dass einmal abgebucht wurden, nur schwer zurückzubekommen.Genaue Prüfung Nachdem er sich einige Abrechungen angesehen hat, steht für den Mietervertreter fest: „Da besteht Bedarf an einer genauen Prüfung.“ Mehr sagt er nicht –  sicher ist sicher. Von der zuständigen Verwaltungsgesellschaft Curanis aus Munster hat Lierhaus sämtlich Belege angefordert. Wie teuer war das Gas? Was wurde für Wartung ausgegeben? „Bei der Heizkostenabrechnung dürfen nur die tatsächlichen Ausgaben auf die Mieter umgelegt werden“, erklärt Helmut Lierhaus. Im Unterton seiner Stimme schwingt die Befürchtung mit, dass sich die Curanis-Hausverwalter da deutlich verrechnet haben müssen. Andere Mieter, beispielsweise der GeWo, hätten sich nicht beschwert, so Lierhaus. Im norddeutschen Munster wollen die Verantwortlichen der Curanis keine Stellung zu den Abrechnungen beziehen. Mehrer Anfragen unserer Zeitung bleiben bis Redaktionsschluss unbeantwortet. Grundsatzentscheidung Der Mieterverein Dortmund vertritt letztlich nur seine Mitglieder gegenüber der Curanis-Gruppe. „Aber eine positiven Entscheidung muss auch auf die Nicht-Mitglieder angewendet werden“, beruht Manfred Herold alle Anwohner. Zudem habe der Mieterverband am Donnerstagabend gleich zahlreiche neue Mitglieder gewinnen können.

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