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Moschee: Kritisch hinschauen

CASTROP-RAUXEL Sie äußern ganz klar ihre "Angst vor einer schleichenden Islamisierung" und möchten wissen, ob sie mit dieser Angst alleine sind oder nicht. Es sind überwiegend Frauen, die aus der bisher 15-köpfigen Interessengemeinschaft gegen den geplanten Moscheebau eine Bürgerinitiative machen möchten.

von Von Peter Wulle

, 11.10.2007

Am Donnerstag, 18. Oktober, lädt die Gruppe um die Kreistagsabgeordnete Claudia Ludwig von der Wähler Initiative Recklinghausen, wie berichtet, ab 19 Uhr interessierte Bürger in das Parkbad Süd (Semi Secco) ein. Am Donnerstag kam sie mit drei Mitgliedern der bisherigen Interessengemeinschaft zu einem Gespräch in unsere Redaktion.

Männervereine

"Moscheen sind nichts anderes als Männervereine", sagt Claudia Ludwig. Weil Frauen im Islam unterdrückt würden, widerspreche dies dem Grundrecht der Gleichberechtigung von Mann und Frau, der in der deutschen Verfassung verankert sei. Für die Castrop-Rauxeler um Claudia Ludwig ist es beispielsweise "unerträglich", dass Mädchen aus einem muslimischen Elternhaus nicht am Schwimmunterricht oder an Klassenfahrten teilnehmen dürfen. "Ich setze mich seit Jahren für türkische Mädchen und Frauen ein, die nicht damit klar kommen, dass sie zwischen allen Stühlen sitzen", sagt Claudia Ludwig und erzählt von einer jungen Frau, die nicht einen Freund aus der Schule heiraten durfte, sondern ihren Cousin heiraten musste.

Nicht ausländerfeindlich

Indem sie das erzählt, will Claudia Ludwig auch deutlich machen, dass sie keinesfalls ausländerfeindlich ist: "Man läuft schnell Gefahr, in die rechte Ecke gestellt zu werden. Wir wollen aber die demokratischen Kräfte wecken, um genau den Rechten dieses Thema nicht zu überlassen." Es gelte, Toleranz nicht mit Gleichgültigkeit zu verwechseln. Man müsse kritisch hinschauen dürfen.

Viele Fragen stellen 

"Die Leute sollen in der Bürgerinitiative, die wir gründen wollen, ihre Meinung zum Ausdruck bringen und die DiTiB-Gemeinden, die die Moschee bauen möchten, mit Fragen bombardieren", so Claudia Ludwig, die sich ausdrücklich dem Dialog mit den muslimischen Gemeinden nicht verschließen will.

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