Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Muslimische Mädchen als Miminnen

CASTROP-RAUXEL Muslimische Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren spielen in einem Projekt des Westfälischen Landestheaters Szenen ihres Lebens auf der Bühne nach. Selber schreiben, selber spielen. So lässt sich der Inhalt des Projektes "Angesichter" auf den Punkt bringen.

09.10.2007

Im Sommer haben muslimische Mädchen der 8. bis 10. Klassen aus drei Hauptschulen in Gladbeck und Dorsten in einer Schreibwerkstatt unter der Leitung der türkischen Schriftstellerin Saliha Scheinhardt Geschichten aus ihren Lebenswelten aufgeschrieben.

Besondere Lebenswelt

Darin geht es um ihre Sicht auf ihre Freizeit, ihre Freunde, ihre Familien und vor allen Dingen um die Liebe. Entstanden sind berührende Geschichten einer ganz besonderen Lebenswelt. Dramaturg und Regisseur Christian Scholze vom Westfälischen Landestheater wird diese Geschichten nun gemeinsam mit den 14 bis 18-jährigen Jugendlichen in Schauspielsequenzen umsetzen bzw. zu einem kompletten Theaterstück formen.

Das "Angesichter"-Projekt ist eine Zusammenarbeit des Essener Vereins Integrative Kulturarbeit e.V. mit dem Westfälischen Landestheater e.V. und wird im Rahmen eines Workshops am 23. November im WLT-Studio am Europaplatz 10 in Castrop-Rauxel stattfinden. Die Proben werden ganztägig angesetzt und abends um 20 Uhr ist das Stück zu sehen.

Aus sieben Ländern

"35 Schülerinnen werden an diesem Projekt teilnehmen", sagt Vereins-Sprecherin Katrin Clemen. "Der überwiegende Teil der Mädchen ist hier geboren, einige sind vor einiger Zeit eingewandert. Es sind viele Türkinnen dabei, aber auch junge Mädchen, deren Familien aus Kurdistan, Kroatien, Albanien, aus dem Libanon, aus Tschetschenien und Russland gebürtig sind."

Für Christian Scholze bedeutet diese Arbeit eine "logische und konsequente Weiterführung meiner langjährigen künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema Interkultur in unserer Gesellschaft." Scholze weiter: "Was diese Mädchen erzählen, wie sie sich verhalten, was es ihnen bedeutet, all dies sind Erfahrungen, die mich bis ins tiefste Innere berühren und inspirieren."

Weitere Informationen zum Projekt gibt es bei Christian Scholze unter Tel. 97 80 22 oder per Mail scholze@westfaelisches-landestheater.de

Lesen Sie jetzt