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Nikolaus-Tüten im Akkord

ICKERN Der Nikolaus hat viele fleißige Helfer. Aber die mit den flinkesten Händen wohnen eindeutig in Ickern. In der Antonius-Kirche leistete die Kolpingsfamilie am Mittwochaben Arbeit im Akkord.

von Von Julia Grunschel

, 05.12.2007
Nikolaus-Tüten im Akkord

Viele fleißige Helfer packten die Nikolaustüten.

630 Tüten, die der Nikolaus alias Robert Mathis heute Nachmittag nach dem Umzug verteilt, galt es in Windeseile zu befüllen. Dabei setzen die Helfer auf die bewährte Mischung aus Äpfeln, Apfelsinen, Wal- und Erdnüssen, Popcorn, Dominosteinen, Schokoladentalern und -tafeln, Spekulatius und natürlich dem Schoko-Nikolaus. „Für meinen Geschmack hat Popcorn ja wenig mit Weihnachten zu tun“, zuckt Kolping-Vorsitzender Gerd Kroh mit den Schultern. Aber weglassen geht nicht. „Das haben wir in einem Jahr ausprobiert und direkt gab es Beschwerden“, lächelt er. Geschmäcker sind eben verschieden.

50 helfende Hände

Um kurz nach 20 Uhr steht endlich jeder der 25 Helfer dort, wo er gebraucht wird. Gerd Kroh gibt das Zeichen zum Start. Und Johannes Schmülling legt los. Der Kassierer schlägt die erste Tüte auf, füllt eine Apfelsine und einen Apfel hinein. „Das Schwerste kommt zu unterst“, erklärt er, reicht die Tüte weiter und wiederholt alles. Ganze 629 Mal. An den Walnüssen hat sich Wilma Noth aufgestellt. „Hier muss man flink sein“, sagt sie und zählt wie zum Beweis exakt zwölf Nüsse ab. Seit 58 Jahren werden in Antonius Tüten für den Nikolaus gepackt, seit 30 Jahren hilft die 69-Jährige mit. „Ich hab schon alles eingepackt, nur die Äpfel noch nicht“, sagt sie und wendet sich wieder den Nüssen zu. Viel Zeit zum Reden bleibt nicht, schließlich soll die Arbeit in weniger als zwei Stunden getan sein. Monika Schützmann verteilt Schokolade, steckt die kleinen Pakete mit Freude in die Tüte: „Ich mag selbst gern Schokolade. Da weiß man, was man einpackt.“

Schokolade oben drauf

Am Ende des „Fließbands“ rundet Günter Schlammiger die Arbeit seiner Vorgänger ab und setzt vorsichtig einen Schoko-Nikolaus obenauf. „Dafür hat er extra einen Lehrgang gemacht“, unken die Nachbarn. Im Kirchenraum mehren sich die fertigen Tüten. Heute Mittag kommt in jede noch ein frischer Stutenkerl. „So ist das immer“, sagt Robert Mathis. Seit 58 Jahren.    Der Umzug beginnt um 17 Uhr, Treffen ist ab 16.45 Uhr.

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