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Nokia-Handys kaum noch gefragt

CASTROP-RAUXEL Die angekündigte Schließung des Nokia-Werkes in der Nachbarstadt Bochum hat das Image des finnischen Handyherstellers in Deutschland massiv angekratzt. Viele Kunden zeigen sich daraufhin solidarisch. Für die fast 100 Mitarbeiter aus der Europastadt liegen aber noch kaum Arbeitslosmeldungen vor.

von Von Gabriele Regener und Peter Wulle

, 23.01.2008

Wie groß das Mitgefühl mit den vom Arbeitsplatzverlust bedrohten Nokianern ist, zeigte die beeindruckende Demonstration am Dienstag, als rund 15 000 Menschen auf die Straße gegangen sind und ihren Unmut über die Schließung des Werkes und die Verlagerung der Produktionsstätte nach Rumänien kundgetan haben. Der Umfrage eines Meinungsforschungsinstituts zufolge wollen mehr als die Hälfte aller Bundesbürger künftig sogar kein Handy dieser Marke mehr kaufen, um so ihre Solidarität mit den geschassten Mitarbeitern auszudrücken. In der Europastadt ist das Stimmungsbild ähnlich. Das zeigte eine kleine Umfrage in einigen Geschäften in der Altstadt, die Mobiltelefone verkaufen. Nokia könnte sich da bald zum Ladenhüter entwickelt. Noch keine Stellenangebote für Nokianer

Während bei der Bochumer Agentur für Arbeit aus ganz Deutschland Stellenangebote für die Nokia-Mitarbeiter eingehen (wir berichteten im Hauptteil), gibt es derzeit in Castrop-Rauxel kein Interesse an den Beschäftigten des finnischen Handy-Herstellers. „Von Arbeitgeberseite ist bisher niemand auf uns zu gekommen“, teilte der hiesige Arbeitsvermittler Klaus Thiemann auf Anfrage mit. Allerdings liegen ihm derzeit auch noch kaum Arbeitslosmeldungen von den fast 100 Nokia-Mitarbeitern aus Castrop-Rauxel vor. Nur drei Nokianer haben sich bisher in der Agentur für Arbeit am Widumer Tor gemeldet. Inwieweit die Betroffenen der Werksschließung in Bochum überhaupt auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Recklinghausen vermittelbar sind, ist für Agentur-Sprecher Peter Sölter derzeit noch völlig offen. „Wir haben von der Wirtschaftsförderung Bochum die Information, dass 308 Personen aus dem Agentur-Bezirk betroffen sind.Alters- und Qualifizierungsstruktur Über die Alters- und Qualifizierungsstruktur allerdings wissen wir noch nichts“, so Sölter. Er hofft, dass manch eine Montiererin vielleicht bei den Zulieferbetrieben im Umfeld des Bochumer Werks eine neue Arbeitsstelle finden kann. Inwieweit jedoch auch diese Firmen noch unter dem Nokia-Aus leiden werden, ist derzeit gar nicht vorherzusagen.Lesen Sie Donnerstag im Lokalteil Ihrer Ruhr Nachrichten Stellungnahmen von Mobilfunkshop-Betreibern aus Castrop-Rauxel . 

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