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Pannekampgraben wird richtiger Bach

CASTROP Der erste Bauabschnitt ist eingeläutet, mit dem Bewilligungsbescheid für den zweiten rechnet Bernhard Lammers von der Stadtentwicklung noch in diesem Jahr. Beim großen Thema Umgestaltung des Emschersystems ist dieses Mal der Pannekampgraben an der Reihe.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 04.12.2007
Pannekampgraben wird richtiger Bach

<p>Klaus Breuer (Landschafts- und Siedlungsgestaltung), Sven Echterhoff, Bürgermeister Beisenherz, Bernhard Lammers (Stadtentwicklung) und Bauleiter Heiner Link (v.l.). Schlehenkamp</p>

Nach langen Vorwehen und der geklärten Geschichte um die Kleingartenanlage am Pannekampgraben wird bei der ökologischen Umgestaltung ein richtiger Bach gebaut - auf einer Länge von 600 Metern.

Noch ist der Bach, der auf Herner Stadtgebiet "Holthauser" heißt und auf Castrop-Rauxeler "Pannekampgraben", im Boden verrohrt, führt allerdings bereits ausschließlich Reinwasser.

Rohr wird gezogen

Im ersten Bauabschnitt muss unterhalb der Herner Straße über 24 Meter ein 1,20 Meter- Rohr gezogen werden, damit der Pannekampgraben später in den Rossbach fließen kann. Der wiederum im Bladenhorster Raum in den Landwehrbach übergeht. Parallel wird eine neue Gewässertrasse nördlich und südlich der Herner Straße auf einer Länge von rund 100 Metern gebaut.

Außerdem muss unter der Herner Straße eine Gelsenwasser-Leitung gedükert werden, der "Bach" wird einen Meter darunter hergezogen. Eingebaut wird ein Gussrohr, das mindestens 70 Zentimeter unter der Oberfläche liegen muss, vom Kreis so vorgeschrieben wegen des Verkehrs auf der Herner Straße.

130 000 Euro Kosten

Die Kosten für den ersten Bauabschnitt betragen 130 000 Euro, davon trägt das Land 80 Prozent, der Rest ist Sache der Stadt. Ungefähr zwei Monate sollen die Arbeiten an der Herner Straße dauern, die vorübergehend nur einseitig zu befahren ist. Der zweite Bauabschnitt, bei dem es nur um Erdbewegungen geht, ist dann innerhalb von vier Wochen erledigt, schätzt Lammers.

Dann wird entlang der Kleingartenanlage das Bachbett gebastelt, zwar ohne Spazierweg, aber sicherlich später mit Trampelpfaden versehen. Bürgermeister Johannes Beisenherz beim ersten Spatenstich gestern: "Irgendwann werden die Pannekämper angeln gehen können."

Das Projekt selbst ist fest in Castrop-Rauxeler Hand. Den Zuschlag für die Pläne von Willi Hördemann hat die Stadt dem Betrieb Echterhoff aus Dorf Rauxel erteilt, den es erst seit zwei Jahren gibt und der zehn Mitarbeiter beschäftigt.

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