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Quantensprung für Strom aus der Sonne

Photovoltaik

CASTROP-RAUXEL Umweltfreundlicher Strom aus der Sonne hat in den vergangenen zweieinhalb Jahren einen Quantensprung in Castrop-Rauxel gemacht. Für dieses Jahr will BürgerSolar trotz der geplanten Reduzierung der Einspeisevergütung noch eine weitere Anlage verwirklichen.

von Abi Schlehenkamp

, 22.04.2010
Quantensprung für Strom aus der Sonne

Die Anzahl der PV-Anlagen kletterte in Castrop-Rauxel vom 14. November 2007 mit 108 gezählten auf 241 am Montag dieser Woche.

Der Vorsitzende des Vereins BürgerSolar, Ulrich Werkle, hat die neuesten Zahlen vom Stromversorger RWE eingeholt, in dessen Netz die Energie aus den Photovoltaikanlagen eingespeist werden. Demnach kletterte die Anzahl der PV-Anlagen vom 14. November 2007 mit 108 gezählten auf 241 am Montag dieser Woche. Die Leistung stieg in diesem Zeitraum von 611 KWp auf 3888. Darin sind auch die Leistungen der größten PV-Anlage dieser Stadt auf der Halle des Autozulieferers Carat in Ickern und der städtischen „Sonnendächer“ enthalten. Allein die PV-Anlagen unter der Regie der Betriebsgesellschaften von BürgerSolar als Dachverein haben im vergangenen Jahr über 28 Tonnen Kohlendioxid eingespart und den Gesellschaftern eine Rendite eingebracht, die wirtschaftlich deutlich über herkömmlichen Anlageformen liegt.

Die mittlerweile über 60 Gesellschafter, die größtenteils aus Castrop-Rauxel kommen, haben in die Dächer von Bornstraße, Berufsbildungszentrum Dingen, Adalbert-Stifter-Gymnasium, Janusz-Korczak-Gesamtschule und Cottenburgschule netto über 433 000 Euro investiert. Einlagen sind ab 500 Euro möglich. Beim jüngsten Projekt, der Cottenburgschule auf Schwerin, geht es um das gewichtigste seit Gründung der ersten BürgerSolar-Betriebsgesellschaft im Sommer 2004. Die Cottenburgschule steht für eine Investition in PV in Höhe von fast 140 000 Euro. Der „Topf“ ist bereits voll, die Anlage soll noch im Mai ans Netz gehen. Für dieses Jahr will BürgerSolar trotz der zum 1. Juli geplanten Reduzierung der Einspeisevergütung noch eine weitere Anlage verwirklichen. Weil die Preise für die Module signifikant gesunken sind, rechnet sich das für die Gesellschafter weiterhin auch finanziell – und für die Klimaschützer sowieso.