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Riesen-Applaus für Ex-Minister Olaf Scholz

Mai-Empfang

CASTROP-RAUXEL Es war vielleicht eine Spur weniger voll am Freitagabend beim traditionellen Mai-Empfang der SPD im Ratssaalfoyer als in den Vorjahren. An Hauptredner Olaf Scholz kann‘s nicht gelegen haben. Er erntete Riesen-Applaus.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 30.04.2010
Riesen-Applaus für Ex-Minister Olaf Scholz

SPD-Maiempfang mit Bürgermeister Johannes Beisenherz, Landtagskandidatin Eva Steininger-Bludau, Olaf Scholz und MdB Frank Schwabe (v.l.).

Der ehemalige Bundesminister für Arbeit und Soziales und stellvertretende Parteivorsitzende der Bundes-SPD beschwor in seiner 45-minütigen Rede vor allem die Solidarität als Mittel, die Gesellschaft menschlich voranzubringen Im dieses Mal nicht völlig überfüllten Foyer setzte Scholz die Reihe der SPD-Promis zur Traditionsveranstaltung mit u.a. Hannelore Kraft, Andrea Nahles und Guntram Schneider nahtlos fort.

Scholz, vom SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Frank Schwabe (MdB) als „Vater der Kurzarbeit“ gewürdigt, spannte in seiner Rede den Bogen von der gegenwärtig schwierigen EU-Lage mit Griechenland über die Steuerpolitik der schwarz-gelben Bundesregierung und die Kopf-Pauschale im Gesundheitswesen bis hin zur Leiharbeit und teilte dabei zwar moderat, aber doch deutlich Hiebe gegen Berlin wie in Richtung Düsseldorf aus. Ein flächendeckender Mindestlohn – natürlich eine der zentralen Forderungen von Scholz. Und versprühte dabei auch Optimismus. „Damit sind wir schon fast durch“, stellte er heraus.

Scholz: „Es ist im Interesse unserer Gesellschaft, wenn wir mehr anständige Löhne bekommen“, formulierte der ehemalige Minister unter dem Beifall der Genossen. Und es müsse deutlich mehr getan werden, dass junge Leute gut ausgebildet werden. „Niemand darf ohne Berufsabschluss bleiben“, aber Bildung sei nun mal Ländersache, betonte er Richtung Landesregierung und ihrem Spitzenduo Rüttgers und Pinkwart.

Eine Herkules-Aufgabe zwar, aber dafür bedürfe es einer „Herkula“, nämlich Hannelore Kraft als Ministerpräsidentin ab dem 9. Mai. Optimismus auch bei Frank Schwabe. „Man spürt, wenn die Menschen alle zur Wahl gehen würden, würden wir das dicke gewinnen“, so Schwabe, der unter den vielen Gästen vor allem aus Gewerkschaftskreisen auch den Ehrenbürger der Stadt und Ehrenvorsitzenden der SPD, Hans Ettrich, begrüßen konnte.