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Risse im Saal des Kauermann-Zentrums

CASTROP Rot-weißes Flatterband versperrt den Weg in den großen Saal des Wilhelm-Kauermann-Zentrums. Seit dem vergangenen Mittwoch ist der Veranstaltungsort im AWo-Altenheim, der an die 150 Leute fasst, nicht mehr zugänglich.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 22.10.2007

"Aus Sicherheitsgründen", sagt Altenheim-Leiter Alfons Czerwinski. An der hinteren Wand zur Bahnhofstraße hin tun sich Risse auf, derart tief, dass das Risiko den Saal für Veranstaltungen geöffnet zu halten, der Heimleitung zu groß erschien. Woher stammen die Risse?Bergschäden

"Unerklärlich", meint Czerwinski. Wenngleich Bergschäden durch den Kohleabbau früherer Tage vermutet werden. "Aber der Bergbau meinte, dass es sich nicht um Bergschäden handelt", berichtet der Heimleiter. Ein Fachmann für Bergschädenmessungen sei mehrfach im Haus gewesen. Als weitere mögliche Ursache würde der Autobahnbau genannt. Den AWo-Leuten hilft das nicht wirklich weiter. "Wir müssen gucken, was wird", sagt Czerwinski. Denn natürlich sei das auch eine Kostenfrage. In der kommenden Woche steht ein Termin mit einem Architekten an. Ob dann allerdings eine Entscheidung getroffen werden könne, sei fraglich.

"Unser Wunsch", erklärt Czerwinski, "geht dahin, dass die Wand bis zu einem bestimmten Punkt abgetragen wird." Der Saal könnte dann vielleicht in verkleinerter Größe ähnlich wie ein Wintergarten an die Cafeteria angebaut werden. "Da wär' dann immer Leben, unsere Bewohner könnten einen Blick auf die Tiere werfen", schwärmt Czerwinski fast. Aber wie gesagt, da sei die Kostenfrage. Die früher so beliebten Bunten Nachmittage im Kauermann-Zentrum, das im Sommer sein 25-jähriges Bestehen feierte, gibt es nicht mehr, zwar war für die kommende Woche ein Tanztee geplant, aber der fällt aus. Die Gottesdienste werden jetzt oben im Haus gefeiert. Im Awo-Zentrum sind derzeit von 139 Plätzen 130 belegt.

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