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Rudolf Grabowski stellt "NachgeCASpertes" aus

RN-Karikaturist

CASTROP-RAUXEL Mit spitzem Stift bringt er Woche für Woche die manchmal sonderbaren Castrop-Rauxeler Alltagsgeschichten auf den Punkt. "NachgeCASpert" heißt die Rubrik, unter der wir jeden Samstag Rudolf Grabowskis Karikaturen in unserer Zeitung veröffentlichen. Und "NachgeCASpert" heißt auch die Ausstellung, die am Sonntag im Bürgerhaus eröffnet wurde.

von Von Peter Wulle

, 11.04.2010
Rudolf Grabowski stellt "NachgeCASpertes" aus

Rudolf Grabowski vor einer Karikatur von Klaus Fichtel.

"Jeder bekommt sein Fett ab", sagte Kulturdezernent Michael Eckhardt in seiner humorigen Begrüßungsrede und betonte damit, "dass die Ausstellung politisch unverfänglich" ist. Wichtig seien Grabowskis Werke für das Lokalkolorit. "Es sind alles sehr liebevolle Karikaturen. Man merkt, dass er sich viel Mühe gibt, die Figuren durchzuzeichnen", so Eckhardt, der durchaus auch selbst von Rudolf Grabowski einige Male gezeichnet wurde.  Klammheimliche Freude Zum Beispiel nach dem verlorenen Rechtsstreit der Stadt mit der Bahn AG. Grabowski drückte Eckhardt in seiner Karikatur einen Spaten in die Hand und ließ ihn schon mal damit beginnen, am Bahnübergang Obere Münsterstraße einen Tunnel zu graben. Solcherlei, sehr pointiert visualisierte Begegnungen mit Castroper-Rauxeler Episoden aus den vergangenen drei Jahren gibt es zuhauf. "Wenn Sie bei der einen oder anderen Karikatur ein Gefühl klammheimlicher Freude oder Genugtuung überkommt, dann ist das voll normal und würde mich wiederum, nicht nur klammheimlich, freuen", meinte Grabowski zu den ersten Besuchern seiner Ausstellung.

Alte Bekannte Unter den rund 100 Gästen der Eröffnungsfeier traf der ehemalige Henrichenburger, den es inzwischen in den Westerwald verschlagen hat, viele Bekannte und Freunde wieder - unter anderem Hein Send, mit dem er im Ruderverein Rauxel aktiv war, oder Gerhard Hölter, mit dem er sich an gemeinsame Zeiten als Messdiener in der Lambertuskirche erinnerte.

Emscher-Video   Als besonderes Schmankerl zur Ausstellungseröffnung hatte Norbert Sümpelmann vom Kulturbüro "zum 84er Welthit von Rudi Grabowski" ein neues Video produziert, das erstmals gezeigt wurde. Darin geht es um "Die Schwatte von Ickern". "Wenn die Emscher demnächst renaturiert ist", sagt der Grabowski-Freund und ehemalige RN-Fotograf Helmut Orwat zu Beginn launig, "dann sind da in ein bis zwei Jahren Lachse und Heringe drin." "Jau", meint Norbert Sümpelmann trocken, "die musse aber selber reinschmeißen." Treffend ist damit auch der Humor von Rudolf Grabowski wiedergegeben, der die 30 ausgewählten Karikaturen durchzieht, die in der Bürgerhaus-Galerie bis zum 2. Mai zu sehen sind.

Öffnungszeiten: mo, di, do, fr 9-12 u. 15-21, sa, so 10-13