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Sanierung verzögert sich

FROHLINDE Auf mehr Platz haben die Schüler jahrelang gewartet. Nun müssen sie auch noch Geduld bewahren. Mit der Sanierung des neuen, undichten Anbaus der Lindenschule wurde noch nicht einmal begonnen. Auch eine Betreuungsgruppe leidet darunter.

von Von Julia Grunschel

, 10.12.2007
Sanierung verzögert sich

Neu, aber undicht: der zu Anfang des Schuljahres eingeweihte Anbau der Lindenschule. Wann das Gebäude saniert wird, ist fraglich.

In den Herbstferien – so hieß es im September im Schulausschuss – sollte mit den Arbeiten begonnen werden. Doch passiert ist nichts. „Wir haben versucht, uns mit dem Architekten zu einigen, aber seine Versicherung will auf die gütliche Einigung nicht eingehen“, erklärte gestern Günter Schmidt, Technischer Leiter des Immobilienmanagements. Nun werde der Rechtsweg beschritten. Die Stadt habe bereits mit einem Rechtsanwalt gesprochen, ein Gutachter werde noch eingeschaltet. Eins ist aber sicher: Solange die Fronten nicht geklärt sind, solange wird auch an der Lindenschule nichts passieren."Das größte Problem ist das Raumproblem" 1 656 000 Euro hatte die Stadt in den Anbau investiert. Da eine Isolierung von der Straßenseite fehlt, drückt bei dem in Hanglage stehenden Gebäude Wasser gegen die Außenwand. Der Schaden habe sich, so Günter Schmidt, durch die Verzögerung nicht vergrößert. „Das größte Problem ist das Raumproblem“, verdeutlicht er. Denn im stark vom Wasserschaden betroffenen Untergeschoss können die Räume des Betreuungsprogramms „von acht bis eins“ nicht genutzt werden. „Ein Teil der Betreuung findet daher weiter in der Öko-Insel statt“, erzählt Renate Netthöfel, Rektorin der Lindenschule, „der andere Teil ist nun im Musikraum untergebracht.“ Auf diesen Raum im oberen Teil des Anbaus, der auch als Mehrzweckraum genutzt werden kann, muss die Schule daher für den Unterricht und schulinterne Veranstaltungen verzichten. „Gerade in der Adventszeit ist das natürlich schade. Aber wir fügen uns, schließlich sind das Dinge, auf die wir keinen Einfluss haben“, gibt die Rektorin die Stimmung in Frohlinde wieder.Asylrecht in der Öko-Insel behalten Vor allem sei die Schule froh, in der Öko-Insel das „Asylrecht behalten zu haben“. Dass sich die Betreuung über zwei Gebäude erstreckt, sei allerdings nicht ganz unproblematisch. „Dadurch muss mehr Personal eingesetzt werden und die Betreuungskräfte sind häufiger im Einsatz“, verdeutlicht Renate Netthöfel. In Geduld müssen sich zu allem Überfluss noch andere üben: Solange die Lindenschüler die Öko-Insel nutzen, kann dort nicht mit den Arbeiten für eine Betreuungsgruppe für unter Dreijährige begonnen werden. 

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