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Schulen: Blauer Dunst zieht ab

CASTROP-RAUXEL Aus! Schluss! Vorbei! Auch in den hiesigen Schulen werden Aschenbecher und Kippeneimer überflüssig. Das Rauchverbot bekommen jetzt auch Schüler zu spüren. Aber auch die Lehrer gucken in die Röhre, wenn es um die Frage nach der Zigarette geht. Der blaue Dunst bekommt die rote Karte!

von Von Peter Wulle und Daniel Rustemeyer

, 09.01.2008

Seit dem 1. Januar 2008 ist das Rauchen in öffentlichen Gebäuden, wie zum Beispiel im Rathaus (wir berichteten), verboten. Somit auch in Schulgebäuden und auf Schulhöfen. Peter Braukmann, Rektor an der Franz-Hillebrand-Hauptschule, hält dies für äußerst sinnvoll. „Dass dieses Gesetz nun verabschiedet worden ist, finde ich richtig“, erklärte der Rektor. Der Schulhof der Hauptschule an der Uferstraße würde regelmäßig auf Raucher kontrolliert. „Es ist nicht gänzlich auszuschließen, dass vereinzelt, in irgendwelchen Ecken noch geraucht wird. Daher sind wir stets bemüht, den Schulhof zu kontrollieren. Im Ernstfall können auch die Eltern informiert werden“, so Braukmann.

Auch Lehrer hören auf

Auch unter den Lehrkräften gäbe es Verständnis für das Rauchverbot. So wurde der einzige Raucherraum im Schulgebäude Ende vergangenen Jahres abgeschafft. Zudem hätten auch einige Lehrer zum Jahreswechsel den „Kampf mit dem Glimmstengel“ aufgenommen. „Wir können immer weniger Raucher bei uns verzeichnen“, erzählt Braukmann. Grundsätzlich bietet die Hauptschule eine „Anti-Raucher-Kampagne“ im Biologieunterricht an. Damit würden den Schülern die Gefahren des Rauchens schon frühzeitig vermittelt werden.

Berufskolleg

Auch am Berufskolleg an der Wartburgstraße herrscht fortan Rauchverbot. Natürlich. Doch hier wirft das Gesetz erstmals Falten auf. „Zwar herrscht mit Beginn des Schuljahres, also schon seit dem 1. August letzten Jahres, bei uns Rauchverbot“, erwähnt Leiter Jürgen Wiegemann, „folglich laufen die Schüler in den Pausen jetzt aber auf die andere Seite der Wartburgstraße und auf die Lange Straße hinüber.“ Die Kippen könnten also in der Nachbarschaft für Unruhe sorgen. Nicht sofort. Aber irgendwann vielleicht. Das bleibt abzuwarten.

Keine Rundum-Kontrolle

Der Schulhof des Berufskollegs wird trotzdem überwacht. Obwohl es nicht immer leicht sei, so Wiegemann, eine „Rundum-Kontrolle“ zu gewährleisten. „Wir haben eine zusätzliche Person beauftragt, in den Pausen nach dem Rechten zu sehen“, ergänzt der Schulleiter und fügt an: „Gleichwohl kann man nicht alles im Blickwinkel haben.“

Ernst-Barlach-Gymnasium

Die heimischen Schulen sind jetzt rauchfreie Zonen. Am Ernst-Barlach-Gymnasium ist das Qualmen im so genannten „Atrium“, das Oberstufenschülern bisher zum Rauchen zur Verfügung stand, nicht mehr erlaubt. „Vergangenheit“, sagt der Stellvertretende Schulleiter Hans-Rudi Tillmanns. „Der Raum ist zum 1. Januar abgeschafft worden“. Die Luna- und die Bahnhofsstraße sind von den Schülern, aber auch von Lehrern, nun als Raucherzone „eingerichtet“ worden.

Positive Entscheidung

Die Verabschiedung des Gesetzes findet der stellvertretende Leiter des Gymnasiums trotz allem eine „positive Entscheidung“. „Im Sinne des Gesundheitsgedankens ist dies durchaus ein Schritt in die rauchfreie Zukunft“, gibt Tillmanns zu verstehen. Der blaue Dunst zieht also ab. In welche Richtung auch immer. In Schulen und auf Schulhöfen ist auf jeden Fall die Kippe aus.

Rochus-Mitarbeiter rauchen draußen 

Verändert hat sich mit dem Nichtraucherschutzgesetz auch die Situation für Mitarbeiter des St. Rochus-Hospitals. Während für Patienten und Besucher des Krankenhauses ein Raucherzimmer eingerichtet ist (wir berichteten), müssen alle Beschäftigten, die auf den blauen Dunst nicht verzichten können, vor die Tür. „Wir untersagen allen Mitarbeitern das Rauchen im Gebäude“, teilte Pflegedienstleiterin Heike Thanscheidt die jetzt getroffene Entscheidung mit. Während der vergangenen zwei Jahre hat sie allerdings beobachtet, dass die Anzahl der rauchenden Mitarbeiter „rapide zurückgegangen“ ist. „Auf einigen Stationen“, sagt sie, „ist das Rauchen ja schon seit einiger Zeit verboten.“ Wer unbedingt qualmen will, hat dazu jetzt nur noch während einer halbstündigen Pause Gelegenheit.

 

 

 

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