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Schwellenängste abgebaut

CASTROP-RAUXEL Olga Giakoumi will einen Job haben. Von der Bildungsmesse im Foyer über dem Ratssaal verspricht sie sich, eine geeignete Qualifizierungmaßnahme zu finden. "Was, ist egal. Hauptsache ich komme raus", sagt die junge Frau, die seit dem letzten Jahr arbeitslos ist.

von Von Julia Grunschel

, 28.08.2007
Schwellenängste abgebaut

<p>Olga Giakoumi informierte sich bei Stephan Schniederjan, rebeq-Standortleiter, über eine Qualifizierung im Bereich Pflege. Grunschel</p>

Am Stand der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft rebeq informiert sich Olga Giakoumi, die die Ausbildung zur Friseurin nicht bestanden hat, über eine Qualifizierung in der Pflege. "Durch die Nähe zur AWO ist das unsere erfolgreichste Maßnahme, viele Teilnehmer vermitteln wir in AWO-Häuser", erklärt rebeq-Standortleiter Stephan Schniederjan. Olga Giakoumi ist interessiert. Der Umgang mit älteren Menschen ist ihr aus dem Salon vertraut.

Acht Träger

1200 Kunden hat die Vestische Arbeit Castrop-Rauxel zu ihrer Bildungsmesse eingeladen. Rund 500 von ihnen nutzten gestern die Gelegenheit, um acht Bildungsträger näher kennen zu lernen: die Akademie für Wirtschaft und Touristik, das Berufsfortbildungswerk, das Bildungszentrum des Handels, die Gesellschaft für berufliche Aus- und Weiterbildung, KALKA Bildungsgesellschaft Technik und Kraftverkehr mbH, die Privatschule Halbroth, die Ruhrkohle AG Bildung und die rebeq. "Durch die Messe wollen wir Schwellenängste abbauen und ermöglichen, ungezwungen mit den Trägern ins Gespräch zu kommen", so Martin Peetzen, Bereichsleiter Markt und Integration der Vestischen Arbeit Kreis RE.

Das Konzept geht auf. Für eine Qualifizierung zur Sicherheitsfachkraft warb das Bildungszentrum des Handels. "Der Bedarf ist da. Den klassischen Türsteher gibt es nicht mehr. Heute kommt man über eine gute Vorbereitung in die Branche", so Berater Heinz-Georg Blizil.

Doch nicht nur Sicherheitskräfte werden gesucht. "Auch in der Metallverarbeitung und der Elektrotechnik ist der Arbeitsmarkt noch aufnahmefähig", so Peetzen.

Arbeitskräfte fehlen

Auf den Kraftverkehr und Binnenhafenlogistik hat sich KALKA spezialisiert. Auch in diesen Bereichen fehlen Arbeitskräfte. "Im Juli haben 60 Leute bei uns eine Qualifizierung zum Fahrer abgeschlossen. Über 50 kamen direkt in Arbeit", sagt Berater Andreas Knabben. Unternehmer würden händeringend nach ihnen suchen. "Es ist nicht so, dass es keine Fahrer gibt, aber es wird viel verlangt. Das deckt die Qualifikation ab", so Knabben.

 300 bis 350 Kunden der Vestischen Arbeit Castrop-Rauxel sind in laufenden Qualifizierungen.

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