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Sehen, lernen, staunen

CASTROP-RAUXEL Galileo Galilei, Das Gespenst von Canterville, Die weiße Rose: Auf dem Schreibtisch von Lena Thönnes stapelt sich der Lesestoff.

von Von Julia Grunschel

, 19.10.2007
Sehen, lernen, staunen

<p>Lena Thönnes liest sich in die WLT-Stücke ein. Grunschel</p>

"Ich muss doch wissen, was hier gespielt wird", findet die 20-Jährige, die seit dem 1. September ein "Freiwilliges soziales Jahr in der Kultur" (FSJK) am Westfälischen Landestheater macht - im Bereich Theaterpädagogik.

"Andere Theater bieten das FSJK nur in der Öffentlichkeitsarbeit an, daher bin ich froh, dass ich am WLT bin", erzählt die Kleverin, die im Sommer ihr Fachabitur gemacht hat. Da sie noch nicht wusste, wie es weitergehen sollte, entschied sie sich für das kulturelle Jahr. Schauspielerin? Sozialpädagogin? Das sind Berufe, die Lena Thönnes interessieren.

Bühnenerfahrung

In ihrer Heimatstadt Kleve hat sie im Jungen Ensemble des "Theaters am Fluss" vier Jahre Bühnenerfahrung gesammelt und gespielte Stücke auch in Schulen nachbereitet. Mit diesen Voraussetzungen war sie bestens gewappnet für die Stelle am WLT und konnte sich gegen weitere sieben Bewerber im Vorstellungsgespräch durchsetzen.

"Das war eine Persönlichkeitsentscheidung, die wir nicht bereut haben", sagt Theaterpädagoge Michael Schmidt. Mit ihm und seiner Kollegin Simone Endres ist Lena Thönnes viel unterwegs. "Sehen, lernen, staunen", fasst sie die Eindrücke der ersten Wochen zusammen. Ob Patenklassen, die die Produktion "Gespenst von Canterville" begleiten oder Gespräche mit Schülern über "Verhüten und Verfärben" oder "Emilia Galotti" - Lena Thönnes lernt die Theaterarbeit mit Kindern und Jugendlichen von der Pike auf kennen.

Eigenes Projekt

Darüber hinaus spielt sie im Mediumclub mit, reist mit den Haus-Produktionen zu Gastspielen in andere Städte, verfolgt Proben und hilft schon mal bei Textproben aus. Auch Büroarbeit gehört dazu. "Wie bei einem Praktikum, aber das ist vollkommen ok", meint die 20-Jährige, die extra nach Castrop-Rauxel gezogen ist.

Natürlich soll Lena Thönnes in dem einen Jahr mehr machen, als zusehen und begleiten. Ein Projekt muss sie auf die Beine stellen. Damit das gelingt, gibt es für FSJK-ler sechs Schulungen im Jahr, die die Bundesvereinigung Kulturelle Jugendbildung organisiert.

Nach anderthalb Monaten weiß Lena Thönnes bereits, dass sie mit dem FSJK genau das Richtige macht: "Ich bin eigenständiger geworden und ich lerne, eigenständig zu arbeiten."

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