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Sommerabend kommt 37-Jährigen teuer zu stehen

CASTROP-RAUXEL „Es war sicher ein unglücklicher Zufall, aber trotzdem strafbar“, kommentierte Amtsrichter Schwarz den Vorfall, der den 37-jährigen Angeklagten vor Gericht gebracht hat. Den Stein ins Rollen gebracht hat ausgerechnet der Schwager in spe.

von Von Gabriele Regener

, 20.10.2007

Und das, nachdem er einen feucht-fröhlichen Abend auf Kosten des Angeklagten verbracht hat. Dieser saß an einem Samstagabend im August in einer Gaststätte der Europastadt, guckte mit einigen Kumpel Fußball und rief gut gelaunt den Schwager und einige Freunde hinzu. „Das ging alles auf mein Konto. 260 Euro habe ich gezahlt. Dazu die beiden Taxen, mit denen wir zu ihm gefahren sind“, gab der Angeklagte zu Protokoll.Stimmung schlug um Beim Bruder der Lebensgefährtin feierte man dann im Partyraum weiter. Als die Getränke ausgingen, machte sich der Angeklagte auf den Weg, zog am Bankschalter Geld um Nachschub zu kaufen. Doch das schlug fehl, kurz vor Mitternacht hatte auch kein Kiosk mehr auf. Zurück im Partyraum schlug die bis dato gute Stimmung dann um. Der Schwager habe Dinge angesprochen, die ihn reizten. Nach einem verbalen Schlagabtausch habe er dann den 46-Jährigen, der auf einem Barhocker vor ihm saß, weg geschubst. Der fiel mitsamt Hocker so unglücklich um, dass er sich an einer Arbeitsplatte den Kopf aufschlug.Versöhnung Der hinzu gerufenen Polizei vermittelte er – so konnte es Richter Schwarz den damaligen Aussagen entnehmen – noch den Eindruck, schwer verletzt zu sein. Gestern im Zeugenstand sprach er von einer kleinen Platzwunde. Die Anzeige habe er wohl „unter Schock“ gemacht. Und zwischen ihnen sei längst wieder alles in Ordnung. Verurteilt wurde der zukünftige Schwager dennoch. Eine Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu jeweils 30 Euro machen den Sommerabend nun noch einmal erheblich teurer.

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