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St. Dominikus eint drei Gemeinden

HENRICHENBURG Seit Sonntag ist die Fusion perfekt: aus den katholischen Gemeinden St. Lambertus Henrichenburg, St. Maria Magdalena Horneburg und St. Dominikus Meckinghoven ist offiziell die Gemeinde St. Dominikus geworden. RN-Redakteurin Julia Grunschel sprach mit Pfarrer Leonhard Backmann, der die städteübergreifende Gemeinde leitet.

von Von Julia Grunschel

, 05.12.2007

Herr Backmann, am Sonntag wurde in Meckinghoven die Zusammenlegung gefeiert. Wie war die Stimmung? Backmann: Gut, schließlich hatten wir ja sieben Jahre Zeit, uns aneinander zu gewöhnen. Mit dem offiziellen Termin ändert sich nicht viel.

Wie viele Gemeindemitglieder hat die neue Gemeinde? Backmann: Das weiß ich gar nicht so genau. Aber auf jeden Fall etwas über 5000.

Für eine fusionierte Gemeinde sind das aber doch wenige Mitglieder, oder? Backmann: Im Bistum Münster, zu dem wir gehören, ist das eine normale Größe. In Essen agiert man dagegen mit 40 000 Gemeindemitgliedern schon ein bisschen größer.

Haben am Sonntag viele an den Fusions-Feierlichkeiten, zu denen auch Weihbischof Josef Voß gekommen ist, teilgenommen? Backmann: Die Kirche war gut mit Mitgliedern aus allen drei ursprünglichen Gemeinden gefüllt. Die Sitzbänke waren alle belegt.

Also, war es so voll wie zu Weihnachten? Backmann (lacht): Nee, da gibt's ja noch Stehplätze.

Gibt es von der Feier etwas, das sie hervorheben würden? Backmann: Also erstens war der Empfang im Kloster wunderschön. Im Garten wurde passend zur Fusion ein Symbol aufgestellt, das sich Meckinghovener ausgedacht haben.

Und wie sieht das aus? Backmann: Es besteht aus drei Stelen, die für die einzelnen Gemeinden stehen. Durch einen Psalm, der auf alle drei Stelen verteilt geschrieben ist, sind diese untereinander verbunden.

Welcher Psalm ist es? Backmann: Psalm 16,14: Du hast mir kundgetan die Wege des Lebens.

Sie leiten die fusionierte Gemeinde. Wer steht Ihnen zur Seite? Backmann: Der pensionierte Pfarrer Hugo Besser, Pfarrer Ulrich Theißen aus St. Ludgerus Waltrop und Heinrich Knechten, der den Schwerpunkt Russland-Deutsche hat.

Wie sieht der neue Pfarrgemeinderat aus? Backmann: Der Rat hat elf Mitglieder, die aus allen drei ursprünglichen Gemeinden kommen. Jede Gemeinde hat die Hälfte ihres alten Vorstands in den neuen Rat entsandt.

Und das ging ohne Probleme? Backmann: Ja, die Einigung erfolgte ziemlich schnell. Schließlich soll das Gremium arbeitsfähig sein.

Wie klappt denn das Miteinander? Backmann: Gut, zum einen bestehen die Gemeinden für sich und haben ihre eigenen Traditionen. Das soll auch so bleiben. Zum anderen gibt es aber auch einiges, das wir alle zusammen machen.

Zum Beispiel? Backmann: Firmung, Wallfahrten oder auch Flurprozessionen.

Gibt es noch ein Projekt, das aktuell ansteht? Backmann: Es ist zwar kein gemeinsames, aber eins, das den Henrichenburgern sehr am Herzen liegt: Der Adventsmarkt, der am Wochenende stattfindet. Dazu sind natürlich alle Gemeindemitglieder und alle anderen Interessierten herzlich eingeladen.

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