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TV-Duell zwischen Rüttgers und Kraft stellte alle zufrieden

Fernsehabend

CASTROP-RAUXEL Die Genossen sahen im Agora-Kulturzentrum natürlich „einen klaren Punktsieg für Hannelore Kraft“. Michael Schneider von der CDU fand dagegen natürlich Ministerpräsident Jürgen Rüttgers im TV-Duell „absolut überzeugend.“

von Von Peter Wulle

, 27.04.2010
TV-Duell zwischen Rüttgers und Kraft stellte alle zufrieden

Verfolgten das Duell im Agora-Zentrum: Johannes Beisenherz, Frank Schwabe und Eva Steininger-Bludau (v.l.).

Während Schneider die Fernsehdiskussion am Montagabend vor dem heimischen Bildschirm verfolgte, hatte die SPD zum Rudelgucken ins Agora-Zentrum eingeladen. Knapp 50 Sozialdemokraten schauten dort auf die Leinwand, darunter vor allem Mitglieder der Ratsfraktion. Die hatten ihre montägliche Sitzung diesmal eigens nach Ickern verlegt.

„Die CDU-Fraktion, hat sich das Fernsehduell deshalb nicht angeschaut, weil für sie gestern mit Blick auf die Ratssitzung am Donnerstag die Beratung des Haushalts im Vordergrund stand“, erklärte Schneider als Referent der Fraktion. Für ihn hat sich Jürgen Rüttgers in dem Duell „sehr souverän und kompetent“ verkauft. Im Agora-Zentrum gab es dagegen mehrfach Gelächter zu Aussagen des Ministerpräsidenten. Etwa als er im Meinungsaustausch über das künftige Schulsystem sagte, es gebe derzeit viel weniger Sitzenbleiber in NRW. „Kunststück“, meinte der SPD-Fraktionschef und Lehrer Daniel Molloisch, „wegen des Turbo-Abis darf überhaupt keiner sitzenbleiben.“

Gelächter auch, als Rüttgers von einem Schulbesuch in Dortmund-Vörde erzählte. „Wenn schon, dann Hörde!“, wurde er korrigiert. Belächelt wurde vor allem seine „hölzerne und steife“ Schlussansprache an die Wählerinnen und Wähler. Für Michael Schneider dagegen agierte Hannelore Kraft unglaubwürdig, wenn sie den Gratisbesuch von Kindertagesstätten und Unis versprach, aber die Finanzierung nur „nebulös mit Umschichtungen“ erklärte. Dem CDU-Mann fehlte auch eine Absage an die Linken: „Macht um jeden Preis!“