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Teure Einsparung geplant

Castrop-Rauxel Fast 45 Minuten lang ließ sich der Umweltausschuss am Dienstagabend über die Wichtigkeit des Nutzerverhaltens beim Energiesparen informieren. Und folgerichtig ging den Politikern beim Antrag der Verwaltung, in den beiden Gymnasien eine Lichtsteuerung für 40 000 Euro einzubauen, ein Lichtlein auf.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 05.03.2008

Ein Vertreter des Bielefelder e & u-Energiebüros hatte zuvor einen Überblick über das am 1. April startende Projekt in allen städtischen Schulen und in den vier Verwaltungsgebäuden - Rathaus, Hauptfeuerwache, Haus der Familie und VHS Dingen - gegeben. Über einen Zeitraum von knapp vier Jahren soll der Verbrauch von Strom, Wasser und Wärme durch geändertes Nutzerverhalten in einer Größenordnung von zehn bis sogar 15 Prozent gesenkt werden.

Kostenneutrale Finanzierung

Nach den Osterferien geht es mit Schulungen und jeder Menge Infomaterial in den einzelnen Einrichtungen los. Die Finanzierung des mit pädagogisch-didaktischem Material aufgepeppten Projekts ist kostenneutral für die Stadt. Das Energiebüro bekommt als Bezahlung 25 Prozent der eingesparten Energiekosten in den Schulen und 30 Prozent in den Verwaltungsgebäuden.

Jeweils 20 000 Euro würde es kosten, rechnete Günter Schmidt, Technischer Leiter des Immobilienmanagements vor, das Adalbert-Stifter-Gymnasium und das Ernst-Barlach-Gymnasium mit entsprechenden Bewegungs- und Präsenzmeldern auszustatten - damit dort nicht unnötig Licht brennt. Für die Finanzierung wollte die Verwaltung den Energiefonds anzapfen.

Kein Schalterbedienen mehr nötig?

"In den Schulen wäre man dann also von der lästigen Tätigkeit des Schalterbedienens befreit?", stellte Matthias Hart (CDU) in den Raum. Der Vortrag des Energiebüros und die Bemühungen um geändertes Nutzerverhalten wären damit konterkariert, verdeutlichte Hart. 1500 Euro im Jahr könnte man durch eine solche Lichtsteuerung möglicherweise sparen, erklärte Günter Schmidt.

Leichte Verwunderung auch bei den anderen Fraktionen. Die Verwaltung zog ihren Vorschlag zurück und will in der kommenden Sitzung des Fachgremiums für mehr Klarheit sorgen.

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