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Vater misshandelte Säugling

BECKLEM Drama um einen Säugling: ein dreieinhalb Monate altes Baby ist mutmaßlich von seinem Vater so schwer misshandelt worden, dass es mit einem schweren Schütteltrauma in einer Essener Spezialklinik liegt. Dabei war die Familie absolut nicht auffällig, so Petra Glöß, die Erste Beigeordnete der Stadt.

von Von Peter Wulle

, 10.12.2007
Vater misshandelte Säugling

Bernhard Auf der Springe

Der Fall ereignete sich bereits am 26. November, wurde aber erst jetzt bekannt und auf RN-Anfrage gestern von der Polizei bestätigt. Nach Angaben von Polizeisprecher Bernhard Auf der Springe bestand zunächst sogar akute Lebensgefahr für das Kind. „Jetzt geht es dem Säugling aber halbwegs gut“, so Auf der Springe.Es war ein Wunschkind der Eltern Die in Becklem lebenden Eltern brachten das Kind nach der gefährlichen Schüttelattacke selbst zur Behandlung in ein Krankenhaus. Die Ermittlungen der Polizei dauern noch an. Bis der Fall geklärt ist, bleibt der Säugling in der Essener Klinik und kehrt auf keinen Fall zu den Eltern zurück, erklärte Sozialdezernentin Petra Glöß (Foto r.) auf Anfrage unserer Zeitung. „Die Familie war absolut nicht auffällig“, sagte Glöß weiter. Es sei das erste Kind des jungen Ehepaares und auch ein Wunschkind gewesen.

Unheil kaum zu verhindern „Zurzeit machen sich ja viele Experten und Politiker Gedanken darüber, wie man das Kindswohl in Deutschland verbessern kann. In diesem Fall fehlt mir die Phantasie, wie man das Unheil hätte verhindern können“, so Petra Glöß angesichts der jungen Eltern mit ihrem gerade erst geborenen Kind. Die Sozialdezernentin betonte, dass das städtische Jugendamt sich intensiv um die Familienhilfe kümmere und es eine enge Vernetzung mit Schulen, Kindergärten und sozialen Einrichtungen gebe. „Wenn wir darüber oder auch aus der Nachbarschaft Kenntnis von bestimmten Auffälligkeiten bekommen, gibt es ein klares Verfahren, das sofort eingeleitet wird“, berichtete Petra Glöß.

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