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Viel Stress in den Reisebüros

Aschewolke

CASTROP-RAUXEL Folgen des europaweiten Flugverbots sind auch in der Europastadt zu spüren. Urlauber können nicht starten, manch verderbliches Gut nicht landen. Als "katastrophal" und "horror-mäßig" beschreiben örtliche Reisebüros die Situation.

von Von Gabi Regener

, 19.04.2010
Viel Stress in den Reisebüros

Lisa-Marie Czarnowski im Reisebüro Elko buchte etliche Reisen um.

Bereits am Wochenende hat sich Tanja Riedel vom Reisebüro Elko an der Mühlenstraße die Ohren heiß telefoniert. Hat Kunden über das Flugverbot informiert. Fieberhaft ist sie seit Montagmorgen dabei, geplante Reisen von Kunden, die eigentlich schon längst am Ziel ihrer Flugreise sein wollten, umzubuchen. "Wir versuchen, die Reisen um ein paar Tage nach hinten zu schieben", erklärt sie und ist froh, dass der Großteil der Kundschaft so verständnisvoll reagiert. Ärger gibt es aber auch. Wenn beispielsweise ein Urlaub ganz ins Wasser fällt. "So wollte ein Kunde eine bestimmte Studienreise machen", schildert Tanja Riedel.Nicht pünktlich zur Rundreise angetreten Doch weil er nicht pünktlich per Flugzeug anreisen konnte, bleibt bei der Rundreise nun ein Platz frei. Ein Problem, dass auch Schiffs-Kreuzfahrten betrifft, für die bestimmte Passagen gebucht worden sind. Denn eine Aida wartet nicht. Dazu kämpfen die Reisevermittler mit der Technik, wie Andrea Köster vom Reisebüro First ständig aufs Neue feststellen muss: Die Leitungen zu den Reiseanbietern sind überlastet, immer wieder hängt sie in der Warteschleife.

Einmaliges Naturschauspiel Abhängen müssen derzeit auch Bastian Fritsch und sein Freund André. Und zwar dort, wo das Unheil begann, auf Island. Zu Besuch bei Bastians älterem Bruder Fabian, der dort ein Studienjahr absolviert, müssen die Freunde ihren Besuch zwangsverlängern. Entschädigt werden sie allerdings durch ein einmaliges Naturschauspiel, den Asche spuckenden Vulkan. Kurios übrigens, dass die beiden vom isländischen Flughafen durchaus starten könnten, nur bei der Landung in Deutschland hapert es.

Das merkt allmählich auch der Handel. Florist Martin Goebel muss derzeit auf "Cosima" verzichten, eine seiner Lieblingsrosen. Denn Lieferungen aus Südamerika kommen über das Drehkreuz Schiphol bei Amsterdam und werden auf der dortigen Blumenbörse versteigert.