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Warmwasserspeicher müssen auf Keime geprüft werden

Trinkwasserverordnung

Vermieter müssen künftig ihre zentralen Warmwasseranlagen prüfen lassen. Eine Neuerung der Trinkwasserverordnung schreibt seit 1. November eine Überprüfung der Speicher auf Legionellen-Bakterien vor. Die Kosten tragen die Mieter.

CASTROP-RAUXEL

von Von Peter Wulle und Nico Drimecker

, 04.11.2011
Warmwasserspeicher müssen auf Keime geprüft werden

Künftig müssen zentrale Wasseraufbereitungsanlagen mit einem Speichervolumen ab 400 Litern und Warmwasserleitungen mit mehr als drei Litern Inhalt zwischen Großboiler und Wasserhahn auf Legionellen geprüft werden.

Vermieter sind dazu verpflichtet, dem Gesundheitsamt zu melden, ob zentrale Anlagen zur Trinkwassererwärmung ab 400 Litern Größe im Keller stehen. Ebenso sind Wasserleitungen zu melden, wenn in ihnen mehr als drei Liter Wasser zwischen dem Großboiler und dem Wasserhahn stehen. „Die Mitteilung kann formlos erfolgen, muss aber schriftlich passieren“, sagt Jochem Manz, der Pressesprecher der Kreisverwaltung in Recklinghausen. „Bisher“, ergänzt er, „war das nur in öffentlichen Gebäuden vorgeschrieben.“ Legionellen verursachen erkältungs- oder grippeähnliche Symptome.

Von der gesetzlichen Analysepflicht seien keine Ein- oder Zweifamilien-, sondern hauptsächlich Mehrfamilienhäuser betroffen, heißt es von Behördenseite. Um die Analyse durch Fachfirmen müssten sich die Vermieter kümmern. „Die Untersuchung kostet bei einem Haus mit acht Parteien voraussichtlich etwa 200 Euro pro Jahr“, rechnet Michael Mönig vor, Hauptgeschäftsführer der Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Dortmund. Als Teil der Betriebskosten könnten, so seine Auffassung, diese Aufwendungen auf die Mieter umgelegt werden.Da widerspricht allerdings der Mieterverein energisch. „Vermieter können die Kosten der Legionellen-Überprüfung nicht einfach auf ihre Mieter über die jährliche Betriebskostenabrechnung umlegen“, meint der Geschäftsführer des Mietervereins Dortmund und Umgebung, Rainer Stücker und führt aus: „Die von Vermieterseite vertretene Rechtsauffassung ist aus unserer Sicht falsch. Die Kosten der Trinkwasseruntersuchung muss der Vermieter selbst zahlen. Es gibt keine Rechtsgrundlage für eine Umlage dieser Kosten auf Mieter.“

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