Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

"Watt et stüfft" feiert närrisches Jubiläum

SCHWERIN Es waren Schweriner Bergleute, die vor 55 Jahren – in der Blüte des Steinkohlenbergbaus – den Verein „Watt et stüfft“ gründeten. Zum närrischen Jubiläum gestalteten die Karnevalisten eine stimmungsvolle Prunksitzung.

von Von Tina Hassel

, 20.01.2008

1953 war das Geld knapp, die Bergleute gründeten daher eigentlich einen Sparverein und nannten sich damals noch die „Knickrigen“. Aber die Knickrigikeit währte nicht lange, da entdeckten Kumpel den Karneval und das Feiern für sich. Mit einem dreifachen Helau, einer La ola-Welle und einer „Rakete“ dankten die Karnevalisten am Samstagabend ihren Vorfahren für die Gründung ihres Vereins und leiteten damit ihre große Prunksitzung ein.

Rauchfreies Vergnügen

Die Vereinsmitglieder marschierten in ihren grünen Uniformen punkt 19.11 Uhr in den Saal des Dietrich- Bonhoeffer-Haus ein. Helmut Hutmacher, der Präsident begrüßte seine Gäste, die trotz des Rauchverbotes im Saal so zahlreich erschienen waren. „Rauchverbot bedeutet für viele unserer Gäste schon eine Qual“, weiß Gisela Stanislawski aus dem Vorstand des Vereins. Sie fügt aber hinzu: „Für die Kinder und Jugendlichen und gerade für unsere Tänzer ist es allerdings ein erheblicher Vorteil in einem rauchfreien Raum das aufzutreten.“ Und tatsächlich hatte man den Eindruck, die Tänzerinnen und Tänzer haben genug Puste, um den ganzen Abend waghalsige Pyramiden und andere gymnastische Einlagen zu machen und die Gäste zum Staunen zu bringen.

Blick in die Geschichtsbücher

Während der Prunksitzung wurde immer mal wieder aus den Geschichtsbüchern des Vereins gelesen. Ein besonderes Ereignis für Gisela Stanislawski war die Flutkatastrophe 1962 in Hamburg: „Karneval ist in diesem Jahr buchstäblich ins Wasser gefallen.“ Die Solidarität der Menschen war damals so enorm, dass selbst die eingefleischten Jecken auf ihr Fest verzichteten. In allen 55 Jahren überwogen aber die schönen Momente. Besonders in Erinnerung ist vielen die Teilnahme am Recklinghäuser Karnevalsumzug geblieben, die Teilnahme an Wettbewerben der Garde und die vielen schönen Feste über der letzten 55 Jahre.

Lesen Sie jetzt