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Schweriner Kirchengemeinde startet den Sammel-Marathon

Turm wird erhalten

Sie haben mit sich gerungen, diskutiert, überlegt. Seit Dienstag steht fest: Die Evangelische Kirchengemeinde Schwerin-Frohlinde will das Projekt Kirchturm-Sanierung am Weißdorn tatsächlich in Angriff nehmen. Das steht nun nach einem Gespräch mit dem Evangelischen Kirchenkreis Herne fest.

Schwerin

, 11.04.2018
Schweriner Kirchengemeinde startet den Sammel-Marathon

Ihren Kirchturm nehmen viele Gemeindeglieder als Wahrzeichen wahr. Darum steht nun die Entscheidung fest: Man will um seinen Erhalt kämpfen. © Tobias Weckenbrock

Mit kleinen Summen wird es aber nicht getan sein: Pfarrerin Klapprodt rechnet mit einem Spendenvolumen von rund 100.000 Euro, das notwendig sein werde, um den markanten schmalen Kirchturm zwischen Gotteshaus, Pfarrhaus und Dietrich-Bonhoeffer-Haus zu erhalten. „Wir haben pro Sonntag eine Spendenverabredung von einer Gruppe von Gemeindegliedern für 80 Euro. Das mal 52 Wochen gerechnet ist ja schon super“, so Klapprodt. Immerhin schon mal über 4000 Euro.

Aber nur ein Bruchteil des Spendenziels: Darum startet bald eine große „Fundraising“-Aktion – zu Deutsch: Spendensammlung. Die Gemeinde gibt in diesen Tagen die Zeitung „Turm-Express“ heraus: Sie soll in Sparkassen und Volksbanken ausgelegt und unter allen Gemeindegliedern verteilt werden. Auch zu größeren möglichen Sponsoren wolle man gehen.

Konzept soll festgezurrt werden

Am kommenden Wochenende will man ein genaues Konzept bei einer Mitarbeiter-Klausurtagung festzurren. Bestandteil soll ein Turmfest am 8. Juli sein. Zuletzt feierte die Gemeinde ein solches, als neue Glocken in den Turm eingebaut wurden – mit einem fünfstelligen Spendenbetrag finanziert. „Es wird ein großes Gemeindefest, bei dem man Fliesen kaufen kann“, so Klapprodt: Die Gemeinde will die Kacheln, die den Kirchturm verkleiden, symbolisch für 5 Euro an den Mann und die Frau bringen.

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Der Sanierungsplan aber stehe – trotz einer Warnung vom Kirchenkreis, dass damit viel Arbeit auf die Gemeindeleitung und das Presbyterium zukomme. „Es ist sorgsam abzuwägen, aber wir versuchen, nun Wege zu gehen, die wir noch nie gegangen sind“, so Klapprodt. Die Gemeindeglieder sagten weitgehend, dass man den Turm erhalten solle. „Es geht um die Identität, das Profil und die Sichtbarkeit der Gemeinde.

Die Bausubstanz bröckelt

Der markante, aber nicht denkmalgeschützte Kirchturm aus dem Jahr 1960 ist ein Sanierungsfall. Die Bausubstanz bröckelt, Teile der Schallöffnungen oben sind verfault und rostig. Die Kosten schätzt ein Architekturbüro auf rund 156.000 Euro. Die Gemeinde hofft auf Förderung aus dem Kirchenkreis – höchstens 80.000 Euro, wie Baukirchmeister Udo Wieser sagte.

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