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Wie FWI und Grüne Grünflächen grün halten wollen

Grünordnungsplan für Castrop-Rauxel gefordert

Die Grünen und die Freie Wählerinitiative machen sich für einen Grünordnungsplan stark. In Kurzform nennt man das auch GOP. Sie wollen damit verhindern, dass Grünflächen bebaut werden, wie an der Grundschule Alter Garten. Was steckt hinter einem GOP?

Castrop-Rauxel

, 21.04.2018
Wie FWI und Grüne Grünflächen grün halten wollen

Allein ein Blick aus der Luft auf den Stadtmittelpunkt zeigt, wie Grün die Europastadt ist.

Man kann es so formulieren: Gäbe es in unserer Stadt einen Grünordnungsplan (GOP), könnte die Bebauung des Bolzplatzes am Alten Garten oder die von alten Friedhöfen unmöglich gemacht werden. In dieser Auffassung sind sich die Grünen und die FWI einig. Die beiden Ratsfraktionen wollen, dass auch für Castrop-Rauxel ein solcher Grünordnungsplan aufgestellt wird, und haben jetzt einen entsprechenden Antrag in die Politik eingebracht. Der GOP sollte jährlich fortschrieben werden, so der Antrag der beiden Fraktionen.

„Ein wichtiges Planungsinstrument“


„Damit wollen wir Grünanlagen, wie die Rennbahn etwa oder den Volkspark Ickern langfristig sichern“, sagte Grünen-Fraktionschef Bert Wagener im Gespräch mit unserer Redaktion. 60 Prozent unseres Stadtgebiets bestünden aus Parkanlagen, Friedhöfen, Kleingärten, Spielplätzen, Brachflächen und Straßengrün. Sie bildeten neben den Waldflächen einen erheblichen Anteil städtischer Grünflächen, die unbedingt unangerührt bleiben müssten. Der GOP sei ein wichtiges Planungsinstrument, um zu gucken, wofür man welche Flächen brauche.


„Dieser Plan beruht auf einer Kartierung und Bewertung von Biotopen, deren Vernetzung von Grün- und Freiflächen und von Spielflächen“, sagte Ratsmitglied Christel Sperz (FWI). Beim Alten Garten etwa gehe es um die einzige Freifläche zwischen dichter Wohnbebauung – nicht bloß Spielfläche für einen nicht eingeplanten Schulhof, sondern auch nach der Schulzeit für alle Kinder wichtig. Andere Städte hätten mit einem Grünordnungsplan schon lange gute Erfahrungen gemacht, so Christel Sperz. „Mit Tabuflächen können wir ungewollter Bebauung von Grünflächen einen Riegel vorschieben“, sagte Sperz. Alle Fraktionen könnten einen Minimalkonsens erzielen, wenn sie Stadtgarten, Kleingärten und Co. in den GOP aufnähmen.

Entschieden wird in der Ratssitzung am Donnerstag


Dieser Plan ist laut Wagener im Naturschutzgesetz als ergänzendes Instrument für den Bebauungsplan vorgesehen. Entscheiden wird über den Antrag der Rat am Donnerstag, 26. April. Es erscheint klar, dass hier ein Hebel angesetzt werden soll, weil weitere Flächen zur Wohnbebauung beantragt werden sollen.

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