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Jörn Leder und sein rotes Sondermodell im Erin-Park

Grubenförderwagen in Castrop-Rauxel Teil 2

Der Grubenwagen von Jörn Leder hatte eine ganz eigene Funktion: Er diente der Grubenwehr als Löschfahrzeug und war darum einst feuerrot lackiert. Mit dem Architekten Leder sprachen wir über seine Verbindungen zum Bergbau.

Castrop

, 05.05.2018
Jörn Leder und sein rotes Sondermodell im Erin-Park

Jörn Leder und sein Grubenwehr-Wagen im Erin-Park. © Victoria Maiwald

Fast im Schatten des Erin-Förderturms steht der rostrote Grubenwagen vor dem Büro: Architekt Jörn Leder erzählt, dass der Wagen zu seinen aktiven Zeiten knallrot lackiert war. Der Lack ist inzwischen dem Rost gewichen, nur noch ein rosa Schimmer lässt eine besondere Farbgebung vermuten. Dieser Grubenwagen hat nicht etwa Steinkohle an die Oberfläche transportiert, sondern die Arbeiter vor gefährlichen Bränden geschützt: Es handelt sich um ein Löschfahrzeug.

Er beinhaltete alle Utensilien, um einen Grubenbrand zu löschen und Leben zu retten. Nun steht der Wagen seit knapp acht Jahren vor dem Architekten-Gebäude „und fügt sich sehr gut ein“, sagt Leder. Eine Ausstellung des Förderturm-Vereins ist im Gebäude zu sehen. Leder betont, dass die Industrie hier im Revier Teil der Kultur sei und es bemerkenswert sei, dass Grubenwagen überall in Vorgärten verteilt stünden: „Wie mit Industriekultur im Ruhrgebiet umgegangen wird, ist einmalig.“ Sein Grubenwagen bleibt an seinem Platz. Und eventuell bekommt er wieder einen feuerroten Anstrich, um an seinen Zweck zu erinnern.

In einer Serie (alle Artikel und Videos) zum Ende des Ruhrgebiets-Bergbaus stellen wir alle Förderwagen in der Stadt, zu denen wir Informationen bekommen, vor.
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