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„Windrad nicht einfach aufgeben“

Bochum bleibt hart

OBERCASTROP SPD und Grüne in Bochum-Gerthe wollen das Windrad an der Stadtgrenze nicht einfach aufgeben. Unabhängig, wie das Oberverwaltungsgericht Münster im nächsten Monat über die Berufung der Betreiber entscheiden wird, soll das Bebauungsplanverfahren auf jeden Fall durchgezogen werden.

von Von: Ilse-Marie Schlehenkamp

, 29.04.2010
„Windrad nicht einfach aufgeben“

Das Windrad in Gerthe.

Das betonte gestern der grüne Fraktionsvorsitzende in Bochum-Nord, Christian Schnaubelt, auf Anfrage unserer Zeitung. „Wir wollen eine harmonische Lösung für die Fläche, sowohl im Sinne der Anwohner als auch im allgemeinen Interesse“, erklärte Schnaubelt.

  Unabhängig vom Ausgang des Streits vor Gericht, soll die Bezirksvertretung auf ihrer nächsten Sitzung einen Termin fürs weitere Verfahren mit der Bürgerbeteiligung beschließen. Selbst wenn das OVG gegen das XXL-Windrad entscheide – was es nach dem Vor-Ort-Termin mündlich bereits mit aller Deutlichkeit prognostiziert hat (RN berichteten), „gibt‘s noch eine höhere Instanz“, so Schnaubelt. Denkbar sei es aber auch, dass die Fläche im Wagenbruch anders genutzt werde, womöglich mit einem kleineren Windrad oder Photovoltaik.

Mit der Landtagswahl jedenfalls hätte die Zeitschiene beim Windrad rein gar nichts zu tun, erklärt auch der Fraktionsvorsitzende der SPD Bochum-Nord, Karl-Otto Mey. Der Fortbestand der rot-grünen Koalition in Gerthe sei auch keinesfalls vom Bau des Windrads abhängig.

Die CDU-Fraktion im Bochumer Stadtrat hat sich unterdessen mit einem Fragenkatalog an die Verwaltung der Nachkommune gewandt. Der stellvertretende Fraktionschef Roland Mitschke will u.a. wissen, ob auf die Stadt Regressansprüche zukommen und ob sich die Verwaltung um den Kauf der „Grundstücke der Kläger“ bemüht.