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Wird die B 474n eine Autobahn?

Landesbetrieb Straßen.NRW

ICKERN Die B 474n wird zumindest auf Waltroper Stadtgebiet eine „richtige“ Autobahn. Das war zumindest der Eindruck, den die Besucher Donnerstagabend von einer Sitzung im Rathaus der Nachbar-Kommune leicht schockiert mitnahmen.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 30.04.2010
Wird die B 474n eine Autobahn?

Im Fokus der Ausschüsse Stadtentwicklung und Wirtschaft sowie Umwelt, Verkehr und Ordnung stand der Entwurf des Landesbetriebs Straßen.NRW zum Weiterbau der Sauerlandlinie ab dem Autobahnkreuz Dortmund-Nordost. Die Planer zeichneten das Bild einer ab dem Kreuz bis zur L 511 vierspurigen Autobahn mit bis zu vier Meter hohen Lärmschutzwänden, die dann zweispurig weiterverläuft. Die acht Kilometer auf Waltroper Stadtgebiet kosten allein 64 Millionen  Euro.

In Datteln ist die B 474n bereits planfestgestellt. Für das dortige Teilstück, das 17,6 Mio. Euro kostet, sind vier Klagen anhängig. Castrop-Rauxel interessierte die Planer gestern Abend offenbar gar nicht. Die Bürger aus der Nachbarschaft – vor allem aus Ickern – dagegen umso mehr. Sie erfuhren allerdings kaum Neues zur Trassenführung. Die neue Autobahn verläuft nach Angaben der Planer 700 Meter an der Ickerner Wohnbebauung vorbei. Lärmschutz sei an dieser Stelle nicht erforderlich.

Nach wie vor Gültigkeit hat der Ratsbeschluss in Castrop-Rauxel, dass die B 474n nicht über das eigene Stadtgebiet laufen soll. Umweltschützer warfen der Planungsbehörde vor, gegen das europäische Artenschutzabkommen zu verstoßen. Inwieweit das „Schutzgut Mensch“ bei der so genannten Löringhof-Variante, die realisiert werden soll, mehr geschützt wird als bei einer anderen Streckenführung ließen die Planer offen. Vor einigen Jahren war die Löringhof-Variante von Umweltpolitikern noch als deutlich schlechtere Option bezeichnet worden.