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Ziemlich "verschmitzt"

CASTROP-RAUXEL Der Weg von der TV-Comedy zum Live-Auftritt ist mitunter ein weiter. Schon so mancher Fernseh-Spaßmacher hat im abendfüllenden Bühnenprogramm seine Schwächen offenbart. Ralf Schmitz machte in dieser Hinsicht mit seiner Show "Verschmitzt" am Freitagabend in der Europahalle keine Ausnahme.

von Von Jörg Laumann

, 02.03.2008

Dabei präsentierte sich der aus "Schillerstraße", "Genial daneben" oder "Sieben Zwerge" bekannte 33-Jährige bei seinem Castrop-Rauxeler Gastspiel überraschend vielseitig, spielte kurze Sketche, sang ein Lied im Kostüm des Barbie-Freundes Ken und parodierte zumeist gekonnt prominente Zeitgenossen. Deutlich wurde allerdings, dass Schmitz' Stärken eher in der Erzeugung von visuellen und akustischen Gags liegen und weniger im inhaltlichen Bereich.

Improvisationstalent

Wirklich unterhaltsam wurde die Show immer dann, wenn der Comedian sein immenses Talent zur Improvisation ausspielte und dabei mehr oder weniger freiwillige Helfer aus dem Publikum einspannte. So etwa die "Geräuschemacherin" Kim beim spontanen Krimi-Hörspiel. Unterhaltend war der wild grimassierende, atemberaubend schnell sprechende und auf der Bühne herumtänzelnde Schmitz als Typ, wirklich überzeugende Pointen hatte er hingegen kaum zu bieten.

Endgültig grenzwertig wurde es dann, als Schmitz zur Hitler-Parodie ansetzte und seine trottelige Führer-Figur auf vermeintlichen Film-"Outtakes" (verpatzten Szenen) Parolen wie "Ein Volk, ein Teich, ein Rührei" vor sich hin stammeln ließ.

Umso erfreulicher war es da, dass der Comedian in der Schlussnummer des Hauptprogramms auf das von ihm virtuos beherrschte Terrain zurückkehrte.

Den Zuschauern in der zu drei Vierteln gefüllten Europahalle gefiel das rund zweistündigen Programm. Sie verabschiedeten Schmitz sogar mit stehenden Ovationen und forderten ihn für eine Zugabe auf die Bühne zurück.

Autogramme

Der Künstler selbst bedankte sich auf seine eigene sympathische Art, gab sich nach der Show als Star zum Anfassen. Am Stand auf der Hallenempore schrieb Schmitz unzählige Autogramme und posierte bereitwillig für Erinnerungsfotos.

 

 

 

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