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Zu schlank ist leicht krank

CASTROP-RAUXEL Am Freitagabend trafen sich mehr als 30 junge Mädchen, um zusammen mit den Pädagoginnen des Team Jugendarbeit in der Turnhalle der Schillerschule Volleyball, Brennball und Völkerball zu spielen, ihren Körper kennen zu lernen und bewusst mit ihm umzugehen.

von Von Tina Hassel

, 09.03.2008

Zum siebten Mal fand nun schon die Mädchensportnacht statt und sollte den Mädchen besonders ein Gefühl für Körper und Gesundheit geben.

Am Samstag wurde dieses Gefühl dann unter einem ganz speziellen Thema im Jugendzentrum BoGi's erneut aufgegriffen. Heidi Klum sucht zur Zeit wieder Germany?s next Topmodel, das perfekte Mädchen mit dem perfekten Körper. Die Rippen zeichnen sich ab, so schlank sind die Mädchen auf dem Laufsteg. Das Schönheitsideal - nicht nur für die Modeindustrie, auch für zahlreiche junge Mädchen.

Bin ich zu dick?

Wenn der Po ein bisschen zu rund ist, die Schultern zu breit oder der Bauch weibliche Formen hat, schrillen bei vielen jungen Mädchen die Alarmglocken: "Bin ich zu dick?". Essstörungen wie Bulimie oder Magersucht sind gerade in der Pubertät oft die Krankheiten, die sich aus einer Sucht nach dem Schlanksein ergeben.

Ein Nachmittag mit Aktionen und Angeboten rund um das Thema Ernährung, Körper und Gesundheit schloss sich daher an die Mädchensportnacht an. Mädchen im Alter ab zwölf Jahren waren eingeladen, das Thema Essstörung und Gesundheit mit den Pädagoginnen des Team Jugendarbeit zu behandeln.

Mädchen für das Thema sensibilisieren

Zunächst schauten sich die Mädchen einen Film an, in dem Mädchen mit verschiedenen Arten von Essstörungen begleitet wurden. Sie erzählten von ihrer Sucht "Schlank zu sein um jeden Preis" und schrien verzweifelte Hilferufe in das Mikrofon. "Wir wollen die Mädchen für dieses Thema sensibilisieren", erklärt Andrea Collet aus dem Jugendzentrum BoGi's. "Wir wollen ihnen die Gefahren dieser Krankheiten eindeutig klar machen und ihnen alternative Schönheitsideale bieten," so Collet.

"Eine Frau ist besonders attraktiv, wenn sie weibliche Rundungen trägt," wusste schon die berühmte Künstlerin Niki de Saint Phalle. Mit ihren Nana-Figuren setzte sie gerade die weiblichen Formen einer Frau in Szene. Um ein Gespür für die Formen einer Frau zu bekommen, durften die Mädchen am Samstag selber Nana-Figuren basteln.

Anschließend kochten die Mädchen gemeinsam einen gesunden Gemüseauflauf. "Wir wollen, dass die Mädchen nicht in die Sucht des krankhaften Schlankseins geraten," so Collet, "ihnen richtige Vorbilder aufzeigen und ihnen einen Weg zu einer gesunden Ernährung zeigen." 

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