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Zu viele Tote durch Rauchgasvergiftungen

CASTROP-RAUXEL Drei Menschen schon starben in diesem Jahr in Castrop-Rauxel bei Wohnungsbränden. Starben an Rauchgasvergiftungen in den eigenen vier Wänden. Im Kreisgebiet waren es zwölf Menschen, die so den Tod fanden. Alarmierende Zahlen.

von Von Thomas Schroeter

, 07.12.2007

Denn nach wie vor mangelt es in den Wohnungen an Rauchmeldern, so die Erfahrung der örtlichen Feuerwehr. Dabei ist Brandrauch heimtückisch und hochgiftig. Er vernebelt Fluchtwege und betäubt in kürzester Zeit. Kohlenmonoxid eingeatmet, führt schon in wenigen Minuten zum Tod. Für Menschen ist Rauch damit gefährlicher als das Feuer. Jedes Jahr sterben mehr als 600 Menschen in Deutschland durch Brände in den eigenen vier Wänden. In diesem Jahr liegt die Zahl der bisherigen Opfer bereits deutlich über den Werten der vergangenen Jahre. In Castrop-Rauxel erlag im April ein Ehepaar aus Oldenburg, das in der Europastadt zu Besuch war, bei einem vergleichsweise harmlosen Brand in einem Mehrfamilienhaus an der Bochumer Straße seinen Rauchgasvergiftungen.      

  Brände werden zu spät entdeckt Und das vor Beginn der Adventszeit, die wegen ihrer stimmungsvollen Atmosphäre oft als schönste Jahreszeit bezeichnet wird. Aber eben auch unzählige Kerzen mit sich bringt, die da auf Tischen und Schränken und auf Adventskränzen brennen. Unachtsamkeit im Umgang mit dem Adventskranz sind in dieser Zeit aber eine häufige Ursache für Wohnungsbrände. Die Brände werden oft viel zu spät entdeckt und führen in der Folge dann oft zu Rauchgasvergiftungen.Ziel der Informationsarbeit der Feuerwehr Castrop-Rauxei ist es darum weiter und noch verstärkter, die Zahl der mit Rauchmeldern ausgestatteten Wohnungen in der Europastadt zu erhöhen. Nach dem Ergebnis einer Forsa-Umfrage schützen nur rund 31 Prozent der Deutschen Ihr Heim mit einem Rauchmelder.

Preiswerte Lebensretter

Durch den Einsatz dieser kleinen Lebensretter in Gebäuden und Wohnungen lässt sich die Zahl der Brandopfer jedoch deutlich senken. Und das zu Anschaffungskosten, die mittlerweile unter 5 Euro liegen. Der Rauchmelder alarmiert frühzeitig durch einen anhaltenden lauten Warnton und verschafft damit den Bewohnern den notwendigen Zeitvorsprung, sich in Sicherheit zu bringen und Nachbarn zu warnen. Um hier weitere Aufklärungsarbeit zu leisten, hatte die Feuerwehr Castrop-Rauxel bei einem Aktionstag im Juli diesen Jahres an acht Plätzen im gesamten Stadtgebiet Informationsstände aufgebaut, um die Bürgerinnen und Bürger im persönlichen Gespräch von der (überlebens-)wichtigen Anschaffung von Rauchmeldern zu überzeugen und Fragen zu deren Anbringung und technischen Merkmalen zu beantworten. Weitere Informationen zu diesem Thema sind auch auf der Homepage der Freiwilligen Feuerwehr Castrop-Rauxel abrufbar.

 

  

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