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Chelsea-Sieg ebnet Weg für Ballacks Wembley-Debüt

London (dpa) Michael Ballack musste wegen einer Wadenzerrung kurzfristig passen, aber seine Kollegen vom FC Chelsea ebneten den Weg für das schon zweimal ausgefallene Debüt des Nationalmannschafts-Kapitäns im neuen Wembley-Stadion.

Nach dem 2:1 im Hinspiel besiegte Chelsea den FC Everton dank eines spektakulären Volley-Treffers von Joe Cole (69. Minute) im Rückspiel mit 1:0 und schaffte den Einzug ins Ligapokalfinale. Am 24. Februar tritt Chelsea nun gegen Tottenham Hotspur auf Englands heiligem Fußball-Grund von Wembley an - dann wohl mit Ballack, der wegen seiner langwierigen Sprunggelenkverletzung vergangenes Jahr sowohl bei Chelseas FA-Cup- Erfolg als auch beim 2:1-Sieg der deutschen Nationalmannschaft über England zum Zuschauen verurteilt war.

Nach Ballacks kurzfristigem Ausfall wegen einer «kleineren Wadenverletzung» fehlten Chelsea gegen das beherzt stürmende Everton acht Stammspieler. Die Londoner Millionentruppe setzt sich mit einer eher defensiven Ausrichtung dennoch durch, nicht zuletzt, weil Torwart Petr Cech eine Reihe von Chancen vereitelte und sich Ballack- Ersatz Steve Sidwell gut einfügte. Chelsea machte es damit besser als der FC Arsenal. Das Spitzenteam war am Vorabend gegen Erzrivale Tottenham Hotspur sensationell mit 1:5 untergegangen.

«Wir haben heute stärker taktisch gespielt», gab Chelsea-Trainer Avram Grant zu, lobte seine Elf aber dennoch in den höchsten Tönen. «Wir müssen auf eine Reihe von Spielern verzichten, heute auch auf Michael Ballack. Was wir in diesem Spiel und in den letzten drei Monaten erreicht haben, ist erstaunlich», sagte der Israeli. «Jeder muss respektieren, was wir trotz unserer vielen Probleme erreichen.» Auf Ballack wird Grant wohl schon bald wieder zurückgreifen können. Die Wadenprobleme des 31-Jährigen sind nach Vereinsangaben nicht gravierend und gefährden auch nicht dessen Einsatz im Länderspiel am 6. Februar gegen Österreich in Wien.

Bei Chelsea hat Grant selbst Anerkennung verdient, der im September überraschend Jose Mourinho auf Chelseas Trainerbank ablöste. Mit 21 Siegen in seinen ersten 28 Spielen, fünf Unentschieden und zwei Niederlagen hat der stille, oft düster dreinblickende Grant, der seine nüchternen Statements gern mit feinem Humor untermischt, exakt die gleiche Erfolgsbilanz vorzuweisen wie sein charismatischer Vorgänger aus Portugal. Mit dem Einzug ins Wembley-Finale hat Chelsea nun die Chance, zum dritten Mal in vier Jahren den Liga-Cup zu holen. Dabei ist dies nur der erste von vier möglichen Titeln. Für die «Blues» ist auch in der englischen Meisterschaft, der Champions League und im Verbandpokal noch alles möglich.

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