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Cybergewalt: Kinderschützer fordern bessere Lehrerausbildung

Düsseldorf. Kinderschützer, Psychologen und die Grünen im nordrhein-westfälischen Landtag fordern, den Kampf gegen Cybergewalt stärker in der Lehrerausbildung zu verankern. Vor allem in den Grundschulen sehen sie Nachholbedarf. Das geht aus Stellungnahmen an den Schulausschuss des Düsseldorfer Landtags hervor, der am Mittwoch auf Antrag der Grünen-Opposition Experten dazu anhören wird.

Cybergewalt: Kinderschützer fordern bessere Lehrerausbildung

Lukas Pohland ist in die Sachverständigenanhörung des Landtags geladen. Foto: Stefanie Lategahn

Fast jeder Schüler verfüge über ein Smartphone und jeder fünfte Jugendliche habe Studien zufolge persönliche Erfahrungen mit Beleidigungen oder Verleumdungen im Netz, argumentieren die Grünen in ihrem Antrag. Ebenso wie der Kinderschutzbund fordern sie auch, mit den Anbietern sozialer Medien über eine verpflichtende Notfallfunktion zu verhandeln, damit Betroffene Mobbingfälle direkt melden können. Die Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW hält in ihrer Stellungnahme dagegen, der eigentliche „Notfall-Button“ für gemobbte Jugendliche seien Erwachsene mit offenen Ohren für ihre Probleme.

Aktuellen Studien zufolge seien in Deutschland mindestens 1,5 Millionen Jugendliche von Cybermobbing betroffen, stellt die Kölner Cybermobbing-Expertin und Sozialpsychologin Catarina Katzer fest. Dabei würden vor allem Smartphones immer mehr zur „digitalen Waffe“. Zunehmend seien schon Grundschüler betroffen.

Zu der Sachverständigenanhörung ist auch ein 13-jähriger Realschüler aus Schwerte geladen, der vor einem Jahr nach eigenen negativen Erfahrungen eine „Cybermobbing-Hilfe“ gegründet hatte.

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