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DFL-Partner KF15 legt Garantie für Bürgschaft vor

Hannover/Frankfurt (dpa) Das Kirch-Unternehmen KF 15 GmbH & Co. hat einen Tag vor Ablauf der Frist eine Garantie für eine Bankbürgschaft für die Vermarktung der TV-Rechte vorgelegt.

Nach Angaben der Deutschen Fußball Liga (DFL) wurde fristgerecht eine Absichtserklärung zur Übernahme einer Bürgschaft, ein sogenannter «Letter of Comfort», der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) mit Sitz in Wien eingereicht. Die eigentliche Bankgarantie für die Saison 2009/10 wäre nach DFL-Angaben am 1. Januar 2009 vorzulegen. Die Gespräche über die Gründung eines gemeinsamen Unternehmens zur Produktion des Live-Programms durch DFL und die KF15-Tochter Sirius werden in den nächsten Tagen fortgeführt.

Wie die Spieltage von 2009 an aussehen und in welchem Fernsehsender die Spiele der Bundesliga dann zu sehen sein werden, ist noch völlig offen. Es gebe Szenarien mit und ohne ARD- «Sportschau», hatte Christian Seifert, Vorsitzender der DFL- Geschäftsführung, mehrfach erklärt. Die DFL werde wie bei der bisher letzten Ausschreibung mehrere Pakete anbieten. Auch bei der Rechtevergabe 2005 hatte es mehrere Modelle mit Free-TV- Zusammenfassungen um 22 Uhr gegeben, doch die Liga entschied sich für das Model mit der «Sportschau».

Die Ausschreibung soll nun in vier Wochen beginnen. Dann werden die möglichen Spielplan- und Verwertungsmodelle für die Zeit von 2009 bis 2012 den Interessenten zugeschickt. Die Agentur Sirius Sportsmedia wird dies in Absprache mit der DFL tun. Rechteinhaber bleibt aber wie bisher der Ligaverband. Sirius hat der DFL für die sechs Spielzeiten bis 2006 durchschnittlich 500 Millionen Euro pro Saison garantiert. Derzeit erlöst der Dachverband der 36 Proficlubs rund 420 Millionen Euro aus dem Verkauf der Rechte.

Vor allem der Pay-TV-Sender Premiere bevorzugt direkte Verhandlungen mit der Liga und hat beim Kartellamt Beschwerde gegen die Zusammenarbeit von DFL und Sirius eingelegt. Diese wird aber noch nicht verhandelt. Premiere stört zudem, dass DFL und Sirius ein gemeinsames Unternehmens planen, das in Zukunft ein sendefertiges Produkt für die Live-Übertragungen im Pay-TV erstellen soll. Die DFL will damit die Zahl der Bieter erhöhen.

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