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DSV-Springer beim Team-Weltcup nur Vierter - Norwegen siegt

Vikersund. Die deutschen Skispringer enttäuschen beim Team-Weltcup im Skifliegen. Hinter Norwegen, Polen und Slowenien reicht es nur zu Rang vier. Vor allem Olympiasieger Wellinger erwischt einen ganz schwachen Tag.

DSV-Springer beim Team-Weltcup nur Vierter - Norwegen siegt

Andreas Wellinger und Co. wurden beim Team-Weltcup im Skifliegen in Vikersund nur Vierter. Foto: Terje Bendiksby

Auch ein gut aufgelegter Markus Eisenbichler hat die deutschen Skispringer beim Team-Weltcup im Skifliegen nicht vor einem Debakel bewahren können.

Für das DSV-Quartett reichte es auf dem Monsterbakken von Vikersund nur zu Rang vier - 367,3 Punkte hinter dem siegreichen Gastgeber Norwegen. Mit 1200,0 Zählern mussten Andreas Wellinger, Karl Geiger, Eisenbichler und Richard Freitag auch Polen (1301,7) und Slowenien (1284,0) klar den Vortritt lassen.

„Wenn Wellinger und Freitag keine Akzente setzen können, bekommt man eine Packung. Wir müssen das demütig hinnehmen“, sagte Bundestrainer Werner Schuster in der ARD. „Wir hatten in dieser Saison schon viele gute Tage. Heute war keiner.“

Startspringer Wellinger, vor einem Monat bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang mit einmal Gold und zweimal Silber noch reich dekoriert, erwischte einen schwarzen Tag. Der 22-Jährige kam nur auf 178,5 und 172 Meter. „Im ersten Durchgang war ich selbst Schuld, im zweiten Versuch war der Anlauf zu kurz. Ich habe derzeit nicht die Form, aus dieser Luke weit runter zu fliegen“, räumte Wellinger selbstkritisch ein.

Auch Geiger sprang der Konkurrenz mit 164,5 und 195,5 Metern nur hinterher. „Den ersten habe ich voll daneben gehauen. Es ärgert mich mächtig, dass ich das Team dadurch mit herunterreiße. Das tut weh“, bekannte der Oberstdorfer.

So richtig überzeugen konnte von den deutschen Startern lediglich Eisenbichler mit Weiten von 237,5 und 225,5 Metern. Damit war er immerhin fünftbester Springer im gesamten Teilnehmerfeld, was Hoffnung für den Einzelwettkampf am Sonntag macht. „Ihn muss man hervorheben. Er hat das toll gemacht“, lobte Schuster.

Für Eisenbichler war dies jedoch nur ein schwacher Trost: „Es ist nicht schön, wenn man sieht, wie kurz die Teamkollegen springen.“ Da Schlussspringer Freitag nach 184,5 Metern im ersten Durchgang erst bei seinem finalen Flug auf 218,5 Meter sein Potenzial andeutete, gab es für die deutsche Mannschaft nichts zu holen.

In der Raw-Air-Gesamtwertung behauptete Vierschanzentourneesieger Kamil Stoch aus Polen mit 2165,0 Punkten die Führung vor dem Norweger Robert Johansson (2109,3) und hat damit vor dem Abschluss der Serie am Sonntag beste Chancen auf den Siegerscheck in Höhe von 60 000 Euro.

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