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Darum ist die Vorfreude auf den neuen Bürgerbus so groß

Bürgerbus in Nordkirchen

Die Fahrgastzahlen steigen weiter, die Zusammenarbeit mit der Gemeinde funktioniert, jetzt will der Bürgerbusverein auch mehr Service bieten. Und auch für zukünftige Bürgerbusse gibt es schon eine Vision.

Nordkirchen

von Thomas Aschwer

, 08.06.2018
Darum ist die Vorfreude auf den neuen Bürgerbus so groß

Die Zahlen sprechen für sich. Der Bürgerbus fährt seit Ende 2006 auf Erfolgskurs. Die Hände in den Schoß legt der Trägerverein deshalb nicht. Er geht konsequent den nächsten Schritt.

Spätestens Ende des Jahres soll ein neuer Bus seine Runden in der Gemeinde und bis Selm drehen. Punkten kann das neue Fahrzeug auf Basis eines VW Transporters vor allem mit vielen Ausstattungsdetails. „Ganz wichtig war uns die Behindertenfreundlichkeit“, sagt Ulrich Breer, Geschäftsführer des Bürgerbusvereins, und nennt ein wichtiges Detail: „Der Vollniederflur-Bürgerbus ist so konstruiert, dass alle Sitze ohne Stufen erreichbar sind. Wir können sogar einen Rollstuhl mitnehmen.“

Doch der beste Bus nutzt nichts, wenn es am Ende an den baulichen Gegebenheiten scheitert. „Wir sind dabei, die Bushaltestellen in der Gemeinde umzubauen“, sagt auf unsere Anfrage Bürgermeister Dietmar Bergmann und blickt bereits auf die dann folgende Generation der Bürgerbusse. Einen elektrischen Antrieb hat er im Sinn. „Aktuell gibt es leider noch keine Angebote.“ Zumindest keine, die den Anforderungen in der Gemeinde genügen.

Umwelt entlasten

Der Trägerverein freut sich erst mal auf die Umstellung in diesem Jahr. Stolze 375.000 Kilometer hat der aktuelle Bus auf Basis eines Mercedes Sprinter bereits auf dem Buckel und ist damit länger als geplant im Einsatz. „Es gab jedoch Probleme mit der Abgasnorm“, sagt Breer. Auch beim Umstieg auf ein VW-Modell bleibt es bei einem Dieselmotor, der AdBlue benötigt, um die Umwelt weniger zu belasten. Bestellt hat den gut 100.000 Euro teuren Bus dabei die Regionalverkehr Münsterland (RVM) in Abstimmung mit der Gemeinde Nordkirchen.

Gefahren wird der Bus in Nordkirchen wie auch in anderen Orten von freiwilligen Fahrern, die für ihren Einsatz auch keine Aufwandsentschädigung bekommen. Deshalb sei es auch nicht so leicht, neue Fahrer zu gewinnen, betont Geschäftsführer Ulrich Breer und hofft gleichzeitig, auch über diesen Weg neue Fahrer gewinnen zu können. Der Dank der Bürger ist ihnen jedenfalls gewiss. Immer mehr Bürger nutzen das preiswerte Angebot mit Fahrpreisen von 1 Euro (für Erwachsene) oder 50 Cent (für Jugendliche). Fahrten nach Selm sind doppelt so teuer.

„Wenn die Fahrgastzahlen in den nächsten Monaten konstant bleiben, werden wir in diesem Jahr wohl zum ersten Mal die 9000er Fahrgastmarke knacken“, sagt Breer. Die Fahrten zwischen Nordkirchen und Selm werden zu den guten Zahlen nicht beitragen. Breer lässt anklingen, dass sich der Bürgerbusverein Informationen zur Aufhebung der Haltestelle in Selm im Zuge der Bauarbeiten auf der Kreisstraße gewünscht hätte. Wie es besser geht, würden RVM und Gemeinde zeigen. „Hier ist die Zusammenarbeit bestens“, sagt Breer.