Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Dave Abbing will in Japan durchstarten

Motorsport: Vertrag für Vredener Dave Abbing

Vredener Motocross-Fahrer geht in der führenden japanischen Rennserie an den Start. Dabei wird er sich an vieles gewöhnen müssen.

VREDEN

, 20.03.2018
Dave Abbing will in Japan durchstarten

Trockene Rennstrecken und heiße Temperaturen erwarten Dave Abbing in Japan. © privat

Ein neuer Lebensabschnitt startet heute für Dave Abbing aus Vreden. Und zwar weit weg von seiner Heimat: Für das Team TE Sports startet der Motocross-Fahrer in die Saison der „All Japan Motocross Championship“, der führenden Motocross-Rennserie Japans. Als einziger Europäer ist Dave Abbing der Exot der Rennserie.

Die Serie aus neun Rennen startet am 8. April und endet am 28. Oktober. Die Entscheidungen werden dabei live im Internet übertragen. Für den 20-Jährigen ist es eine besondere Ehre, dabei sein zu dürfen, denn die meisten Fahrer kommen aus Japan selbst, wo auch die meisten der Motocross-Hersteller beheimatet sind. Insgesamt wird in zwei Klassen gestartet, der IA1 mit 450-Kubikzentimeter-Maschinen und der IA2 (250 Kubikzentimeter). Dave Abbing geht in der IA2 an den Start.

Top Ten wären ein Traum


„Ein Traum wäre es, wenn ich es am Ende in die Top Ten schaffe“, sagt Dave Abbing im Gespräch mit der Münsterland Zeitung. „Verpflichtet haben sie mich schon mit der Aussicht auf Podiumsplätze, aber realistisch gesehen wird es schwer, an den Werksfahrern der Hersteller vorbeizukommen.“

Dass er diese Chance überhaupt bekommt, habe auch ein wenig mit Glück zu tun, erzählt Dave Abbing. „Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort und habe da eine gute Leistung gezeigt.“ So wurde er zufällig beim Training von dem Besitzer des Teams entdeckt und zu Probefahrten im November nach Japan eingeladen. Auf vier unterschiedlichen Strecken haben sich Teammitglieder und ehemalige Profis die Rundenzeiten angeguckt und danach entschieden, ihn für diese Saison zu verpflichten. „Dave stand dabei schon gehörig unter Druck“, sagt sein Vater George. „Bei jeder Fahrt wurde er von fünf bis sechs Personen unter die Lupe genommen und hat dabei sein Können konstant abrufen können.“ Das japanische TE-Team freut sich derweil schon sehr auf das Ankommen Daves und hat ihn auf seiner Facebookseite bereits freundlich begrüßt.

Bis zum ersten Rennen hat Dave 14 Tage Zeit, sich mit der Maschine vertraut zu machen und zusammen mit seinen Mechanikern das Fahrwerk einzustellen. „Die Verständigung ist schon ein bisschen schwierig, bis auf die Teambesitzer und die Ingenieure spricht da kaum jemand englisch“, erzählt Dave Abbing. „Die größte Herausforderung wird aber das Klima in Japan.“ Während der Saison sind es meist über 40 Grad bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Für die Rennen, die 30 Minuten plus zwei Runden Länge haben, braucht man da schon eine große Fitness.

Vorfreude auf Tokio

Die hatte der Vredener aber schon immer – und hat in diesem Winter noch mal extra hart trainiert. Um sich auf die trockenen Bahnen einzustellen, war er zuletzt eine Woche in Spanien. Ansonsten hat er sich im belgischen Genk auf einer Indoor-Bahn fit gehalten, die am ehesten den japanischen Bedingungen nahekommt.

Die Bahnen in Japan sind mit 1600 bis 2000 Meter deutlich länger als die europäischen Bahnen. Auf Japan selbst freuen sich Dave Abbing und Vater George, der ihn die ersten vier Wochen begleitet, schon sehr. „Tokio ist wahnsinnig groß, aber sehr sauber, da fliegt kein Müll rum“, so die Abbings, die auch sehr angetan von der Gastfreundlichkeit der Japaner sind.