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Debatte um den Wolf: Schäfer fordern wirtschaftliche Hilfe

Berlin. Seit im Jahr 2000 ein erstes Rudel in Deutschland nachgewiesen wurde, hat die Wolfspopulation stark zugenommen. Der Deutsche Jagdverband geht von etwa 800 Wölfen in Deutschland aus.

Debatte um den Wolf: Schäfer fordern wirtschaftliche Hilfe

Seit im Jahr 2000 ein erstes Rudel in Deutschland nachgewiesen wurde, hat die Wolfspopulation stark zugenommen. Foto: Alexander Heinl

In der Debatte um die Ausbreitung der Wölfe in Deutschland fordern Berufsschäfer finanzielle Unterstützung - auch unabhängig von gerissenen Schafen in ihren Herden.

Der Wolf stehe so im Fokus, weil die wirtschaftliche Lage der Schäfer prekär sei, sagte Andreas Schenk vom Bundesverband der Berufsschäfer vor dem Umweltausschuss im Bundestag. „Wir sind schon lange dabei unterzugehen.“ Die Schafhaltung gehen auch da zurück, wo es keine Wölfe gebe. Die Schäfer fordern eine Weidetierprämie vom Bund, die bis zu 40 Millionen Euro pro Jahr koste.

„Der Wolf ist nicht Schuld am Niedergang der Schafhaltung, die Verantwortung dafür tragen Politik und Gesellschaft“, sagte Schenk vor den Fachpolitikern. Dennoch sei jeder Wolfsangriff „ein Trauma für Mensch und Tier, schon die Angst davor ist unerträglich“. Der Bund müsse den Schutz der Herden und Finanzhilfen vereinheitlichen und ein „Kompetenzzentrum Herdenschutz“ auf Bundesebene einrichten. „Wir müssen aufhören, frei nach Schnauze zu arbeiten“, forderte er.

Im Ausschuss ging es vor allem um die Frage, ob der Wolf ins Jagdrecht aufgenommen werden sollte und ob eine Bejagung notwendig ist oder der Fokus auf dem Schutz von Schafen, Ziegen und anderen Nutztieren liegen sollte. Während die FDP den Wolf zur Jagd freigeben will und auf seine starke Vermehrung verweist, betonen die Grünen, dass Wölfe mit problematischem Verhalten schon jetzt abgeschossen werden dürften. Um Wölfe zur Jagd freizugeben, müsste die EU den Schutzstatus der Tiere ändern.

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