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Der Wirtschaft geht's gut

BOCHUM/MÜNSTER Die Wirtschaft im Ruhrgebiet wächst weiter. Das ergab eine Umfrage der Industrie- und Handelskammern im Revier. Ähnlich sieht das Bild im Münsterland und der Emscher-Lippe-Region aus.

Der Wirtschaft geht's gut

Ein Arbeiter bei der Masterflex AG in Gelsenkirchen prüft die Qualität eines Rohres. Die Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet haben den Maschinenbau als Zugpferd für die Wirtschaft im Revier ausgemacht.

Laut einer aktuellen Umfrage der Industrie- und Handelskammern (IHK) bei fast 1000 Unternehmen im Ruhrgebiet hält die Mehrheit das Konjunkturklima trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten für anhaltend freundlich.

„In einem schwierigeren Umfeld erweist sich der Aufschwung zurzeit noch als robust und stabil“, sagte am Montag der Präsident der federführenden IHK Bochum, Gerd Pieper. Allerdings nehme der Fachkräftemangel vor allem in technischen Berufen zu.

Sorgenkind Bau

Ähnlich wie zum Jahresbeginn beurteilten 43 Prozent der Betriebe im Ruhrgebiet die Situation als gut, 11 Prozent als schlecht. Vor dem Hintergrund der lebhaften Auftragsentwicklung führt die Industrie weit vor den anderen Hauptwirtschaftsbereichen den Konjunkturzug an. Maschinenbau und Metallbearbeitung liefen auf Hochtouren, während das Baugewerbe weiter hinterherhinke.

Fast ein Drittel (30 Prozent) der Firmen klagen dem Bericht zufolge, keine adäquaten Mitarbeiter zu finden. Vor zwei Jahren waren es noch 20 Prozent. „Der Fachkräftemangel könnte sich zu einem Knackpunkt für den Aufschwung entwickeln“, warnte Pieper. Mehr als jeder zweite Betrieb plane deshalb, seine Lehrlingszahlen aufzustocken.

"Scheitelpunkt"

Münsters IHK-Präsident Dieler warnte die Politik davor, die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft auf der Grundlage einer guten Konjunktur wieder zu verschlechtern. Man könne die gegenwärtigen Umfrageergebnisse auch so lesen, „dass wir uns auf dem Scheitelpunkt der Konjunktur befinden“, sagte Dieler.

Er forderte weitere Vereinfachungen beim Steuerrecht und in der Bildung, eine weitere Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und Maßnahmen zur Entbürokratisierung. In den Unternehmen selbst werde es weitere Rationalisierungen geben, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

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