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Deutens Vorsprung schmilzt

Fußball

DORSTEN Der Vorsprung des SV Rot-Weiß Deuten ist am Ostermontag weiter zusammengeschmolzen. Wie schon im Nachholspiel am Donnerstag kam der Tabellenführer der A-Kreisliga Borken in Weseke nicht über ein Unentschieden hinaus, während Verfolger Ramsdorf in Hülsten gewann.

05.04.2010
Deutens Vorsprung schmilzt

Viel Kampf und viel Hektik gab es am Lembecker Hagen.

„Wir haben keine einfachen Spiele mehr“, sagte Deutens Trainer Michael Hellekamp unter dem Eindruck des immensen Weseker Kampfgeistes. Mit letztem Einsatz warfen sich die Gastgeber in jede Aktion und machten Deuten so das Leben schwer. Dass der Spitzenreiter sich letztlich mit einem Punkt begnügen musste, lag zum einen an der erneut nicht konsequenten Chancenverwertung und zum andern am Glück der Gastgeber. Marko Mattner brachte den Tabellenführer zwei Mal in Führung (20. und 55.). Doch beim ersten Mal half den Gegnern ein zweifelhafter Foulelfmeter (32.), beim zweiten Mal ein Deutener Tiefschlaf bei einer Ecke (65.).

Bei de Trainer waren sich nach Spielende einig, dass die reifere Mannschaft das Spiel gewonnen habe. Auch die Zahl der zwingenden Rhader Torchancen stuften Martin Trockel und Jürgen Klatt gleich ein, nämlich bei Null. So war der Sieg der Gäste durchaus nicht unverdient, zumal sie in der Schlussphase mit Nabil Mertens, Dennis Wilsing und Dominik Seemann gleich drei A-Jugendliche auf dem Feld hatten, von denen Mertens (Lattentreffer) und Wilsing (Alleingang) sogar die Chance hatten, die Gahlener Führung auszubauen. Erzielt hatte sie Sebastian Steinke, als die Rhader Abwehr bei einem Freistoß nicht im Bilde war (40.).

Turbulent ging es am Lembecker Hagen zu. In der von Beginn an sehr kämpferischen Begegnung brachte Simon Borgmann die Gastgeber vor der Pause in Führung (30.). Nach dem Seitenwechsel steigerte sich der Kampf dann zur Hektik mit einigen unrühmlichen Höhepunkten. Zunächst gerieten Lembecks Steffen Rekers und Schermbecks Olkan Berber aneinander. Rekers sah bei dem Gerangel Gelb, Berber wegen Nachschlagens Rot (65.). Später leistete sich Sebastian Blume einen Aussetzer. Als er neben dem Spielfeld ausrutschte und von den Lembecker Zuschauern höhnische Kommentare erntete, soll er einen Besucher angespuckt haben und sah dafür ebenfalls Rot (85.). Das zweite Lembecker Tor fiel in der 90. Minute, Tobi Neuhaus traf nach Vorarbeit von Simon Borgmann und Marc Schuler.

Hervorragende Moral bewiesen die Erler in Burlo. Zwei Mal gingen die Gastgeber in Führung (44. und 57.), zwei Mal hielt die Eintracht durch Treffer von Jonas Rottmann (50.) und Leonhard Grewing (67.) dagegen. Den endgültigen Lohn für ihre couragiertes Auftreten ernteten die Gäste schließlich mit dem dritten Treffer, den Christoph Breil in der 72. Minute erzielte. „Wir waren die aktivere Mannschaft“, sah Trainer Robert Glombik den Sieg als verdient an und freute sich über die Einstellung seines Teams.

Am Ende hatte der TSV Pech: Dirk Brinkmann traf den Pfosten, Philipp Holzschlag zielte ganz knapp zu hoch, sonst hätte Raesfeld nach 0:3-Rückstand noch einen Punkt gerettet. Gemen war durch Tore in der 25., 55. und 58. Minute schon scheinbar uneinholbar enteilt, doch dann brachten Dirk Brinkmann (80.) und Mike Redmann (89.) ihr Team wieder ins Geschäft. Dass am Ende trotzdem eine Niederlage stand, ging für Trainer Jürgen Bülten aber in Ordnung: „Gemen hatte die reifere Spielanlage.“