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Deutscher WM-Auftakt mit Zittersieg und Ovtcharov-Comeback

Halmstad. Die Männer gewannen mit 3:2 gegen Ägypten, die Frauen starteten mit Sieg und Niederlage. Der Auftakt der Tischtennis-Mannschafts-WM war aus deutscher Sicht erfolgreich. Trotzdem hatten vor allem Timo Boll und Co. noch große Probleme.

Deutscher WM-Auftakt mit Zittersieg und Ovtcharov-Comeback

Feierte gegen Ägypten ein erfolgreiches Comeback: Dimitrij Ovtcharov. Foto: Carmen Jaspersen

Die deutschen Tischtennis-Stars sind nur sehr holperig in die Mannschafts-WM in Schweden gestartet.

Gegen Ägypten gewannen die Team-Europameister Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov und Ruwen Filus äußerst mühevoll mit 3:2. Filus vom TTC Fulda-Maberzell holte den entscheidenden dritten Punkt für das deutsche Team, der Weltranglisten-Dritte Ovtcharov feierte zudem ein erfolgreiches Comeback nach seiner mehrwöchigen Verletzungspause. Ansonsten war die an Nummer eins gesetzte Mannschaft von Bundestrainer Jörg Roßkopf aber noch weit von einer Form entfernt, die den Dauer-Weltmeister China in Halmstad gefährden könnte.

„Das war ein hartes Stück Arbeit. Aber das ist eigentlich das, was man braucht, um in so ein Turnier hineinzukommen. Natürlich haben wir noch Luft nach oben“, sagte Roßkopf.

Das deutsche Problem hatte einen Namen: Omar Assar. Der Bundesliga-Profi, der im Sommer von Werder Bremen zum deutschen Meister Borussia Düsseldorf wechseln wird, gewann seine Einzel gegen Filus (3:1) und auch gegen Timo Boll (3:2). „In Düsseldorf müssen wir Omar wohl feuern, bevor er überhaupt sein erstes Spiel gemacht hat“, sagte Boll dazu im Scherz. Sowohl er als auch Filus besiegten aber die ägyptische Nummer zwei Mohamed El-Beiali jeweils mit 3:0.

Ovtcharov waren die Folgen seiner Schenkelhals-Entzündung noch anzumerken. Selbst die Nummer 473 der Welt stellte ihn vor Probleme. „Ich bin froh, dass ich dem Team heute helfen konnte. Meine Verletzung ist besser, aber auch nicht ganz auskuriert“, sagte er.

Vom WM-Titel will vor allem Boll noch nicht reden. „Deutschland ist zwar topgesetzt, aber es fühlt sich nicht so an, als wären wir topgesetzt“, sagte er. „Die Chinesen sind der Favorit. Ihre Spieler sind in guter Form.“ Der Titelverteidiger gewann zum Auftakt gegen Russland mit 3:0. Das deutsche Team muss jetzt am Montag zweimal ran: gegen Rumänien (10.00 Uhr) und gegen Gastgeber Schweden (19.00 Uhr).

Die deutschen Frauen sind mit einem Sieg und einer Niederlage in die WM gestartet. Nach ihrem 3:0-Auftakterfolg gegen Brasilien verlor die Mannschaft von Bundestrainerin Jie Schöpp nur knapp mit 2:3 gegen den Gruppenfavoriten Südkorea. Petrissa Solja und Nina Mittelham brachten das deutsche Team sogar mit 2:1 in Führung. Im entscheidenden fünften Match verlor Sabine Winter gegen die Weltranglisten-Zwölfte Hyowon Suh mit 2:3 und vergab dabei einen Matchball sowie eine 2:0-Satzführung. Am Montag spielen die Silbermedaillen-Gewinnerinnen der Team-EM gegen Hongkong (16.00 Uhr). Die weiteren Vorrunden-Gegner heißen Luxemburg und Thailand.

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