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Deutschland-Achter bleibt unverändert

Dortmund. Never change a winning team. Unter diesem Motto startet der Deutschland-Achter in die Saison 2018. Entgegen sonstiger Gepflogenheit bleibt die Ruder-Crew unverändert. Die Erfolge des vergangenen Jahres sprechen dafür.

Deutschland-Achter bleibt unverändert

Der Deutschland-Achter auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Foto: Daniel Reinhardt

Keine Experimente! Der Deutschland-Achter geht mit altbewährten Kräften in die neue Regattasaison. Nach einem Jahr ohne Niederlage sieht Bundestrainer Uwe Bender keine Veranlassung, das Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes (DRV) umzubesetzen.

Anders als im vergangenen Frühjahr, als gleich fünf Rollsitze neu vergeben wurden, setzt der Coach diesmal auf Kontinuität. „Das ist in der Geschichte des Achters nicht oft vorgekommen“, kommentierte Bender in Dortmund, „aber wir haben lange nachgedacht. Letztlich gab den Ausschlag, dass wir in dieser Konstellation direkt mit einem Achter auf einem hohen technischen Niveau in die Saison einsteigen können.“

Ein Festhalten am Status quo scheint zwar plausibel, fiel jedoch schwerer als es scheint. Schließlich empfahlen sich in den verbandsinternen Test der vergangenen Wochen starke Nachwuchskräfte für einen Platz im Boot. Schlagmann Hannes Ocik (Schwerin) begrüßte die Entscheidung des Trainers, warnte aber auch vor möglichen Begleiterscheinungen: „Routine hat Vor- und Nachteile. Die Abläufe sind zwar eingespielt, aber wir müssen aufpassen, dass wir nicht in eine gewisse Alltagsblindheit verfallen.“

Der Coach ist guter Dinge, dass die Mannschaft diese Gefahren umschifft und an die imposanten Erfolge des Vorjahres mit dem Weltmeister- und EM-Titel sowie einer Weltbestzeit anknüpfen kann. Wie diverse Tests auf Ergometern und dem Wasser ergaben, hat sich die physische Leistungsfähigkeit bei allen Ruderern verbessert. „Der diesjährige Achter ist stärker als der letztjährige“, sagte Bender.

Neben Schlagmann Ocik wurden Richard Schmidt (Trier), Malte Jakschik (Castrop-Rauxel), Jakob Schneider (Essen), Torben Johannesen (Hamburg), Maximilian Planer (Bernburg), Felix Wimberger (Passau), Johannes Weißenfeld (Herdecke) und Steuermann Martin Sauer (Berlin) erneut nominiert.

Die erste Bewährungsprobe für die neue, alte Crew steht am 13. Mai bei der Internationalen Hügelregatta auf dem Essener Baldeneysee an. Weitere Starts sind bei den Weltcup-Regatten in Belgrad (1. bis 3. Juni), Linz (22. bis 24. Juni) und Luzern (13. bis 15. Juli). Spätestens bei der EM in Glasgow (2. bis 5. August) wird sich weisen, ob die Mannschaft mit guten Chancen zur WM (9. bis 16. September) nach Plowdiw/Bulgarien reist.

Der hohe Leistungsstand im Bereich der Riemen-Ruderer lässt hoffen, dass der DRV auch beim Vierer ohne Steuermann international wieder konkurrenzfähiger ist. Nach WM-Platz sechs im Vorjahr soll die Crew näher an die Weltspitze heranrücken. „Traditionell sitzen die besten Ruderer im Achter. Deshalb haben die anderen Bootsklassen ein wenig gelitten. Die Strategie ist es nun, auch die zweite Bootsklasse sehr stark zu machen“, sagte Bender mit Verweis auf die engen Leistungsabstände in seinem Kader.

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