Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Deutschland Tour 2018: Auf Klassiker-Terrain zu neuem Glanz

Frankfurt/Main. Nach zehn Jahren findet wieder eine Deutschland Tour statt. Die deutschen Topsprinter André Greipel und Marcel Kittel sollen die Attraktionen sein. Entgegen kommt die Strecke aber eher den Klassiker-Spezialisten.

Deutschland Tour 2018: Auf Klassiker-Terrain zu neuem Glanz

Die deutschen Radprofis Johannes Fröhlinger (l-r), André Greipel, Rick Zabel und Marcel Sieberg bei der Streckenpräsentation zur Deutschland Tour 2018. Foto: Arne Dedert

Mit einer Strecke für Klassiker-Spezialisten will sich die neu aufgelegte Deutschland Tour wieder im internationalen Radsport-Kalender etablieren.

„Wir haben viele Jahre jetzt kein Etappenrennen mehr in Deutschland gehabt. Es sind vier schöne Etappen, auf die ich mich einfach freue“, sagte Lotto-Soudal-Profi André Greipel bei der Streckenvorstellung in Frankfurt am Main.

„Es wird ein hartes Brot, aber ich freue mich drauf“, erklärte Marcel Kittel vom Team Katusha-Alpecin in einer Videobotschaft. Gestartet wird die viertägige Rundfahrt am 23. August in Koblenz und endet vier Tage später nach 743 Kilometern in Stuttgart.

Für die deutschen Topsprinter Greipel und Kittel dürfte vor allem die erste Etappe von Koblenz nach Bonn von Bedeutung sein. Danach spricht das Profil wohl eher für die Klassiker-Fahrer. „Die erste Etappe wird ein wichtiger Tag für uns“, meinte Kittels Teamkollege Rick Zabel. „Es ist ein schönes Auf und Ab und sehr abwechslungsreich“, sagte der Sportliche Leiter Fabian Wegmann.

Weitere Etappenorte sind Trier, Lorsch, Bonn und Merzig, verteilt auf die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-Württemberg und das Saarland.

Die bislang letzte Ausgabe der Deutschland Tour gewann im Jahr 2008 der Münsteraner Linus Gerdemann. Zuvor zierten namhafte, aber nachweislich durch Doping belastete Namen wie Levi Leipheimer (USA/2005), der Künzeller Patrik Sinkewitz (2004) oder der Kasache Alexander Winokurow (2001) die Siegerliste des Rennes.

Im Jahr 2009 wurde die Rundfahrt, wie zuvor schon die Hessen- und Thüringen-Rundfahrt, wegen der anhaltenden Dopingproblematik und des sinkenden Sponsoren- und Medieninteresses in Deutschland abgeschafft. Als letztes bekanntes Mehretappenrennen musste nach der Auflage 2015 die Bayern-Rundfahrt mangels Sponsorengeldern abgesagt werden.

„Der Start der Tour de France in Düsseldorf hat gezeigt, dass Deutschland ein Radsportland ist. Deutschland hat ein Etappenrennen verdient“, sagte Claude Rach von Tour-de-France-Veranstalter ASO, der zugleich als Mitorganisator der Deutschland Tour fungiert.

Anzeige
Anzeige