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Devisen: Berlusconi schickt Euro auf Berg- und Talfahrt

FRANKFURT (dpa-AFX) Der Euro hat zum Wochenauftakt abermals heftig geschwankt. Nach Griechenland geriet am Montagvormittag erneut Italien ins Visier der Finanzmärkte. Nachdem die Gemeinschaftswährung zunächst auf bis zu 1,3682 US-Dollar abgesackt war,

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erholte sie sich deutlich, nachdem Gerüchte über einen Rücktritt des italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi aufkamen. Zuletzt notierte der Euro bei 1,3779 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,3742 (Freitag: 1,3773) Dollar festgesetzt.

"Die Investoren reagieren nach wie vor allem auf den politischen Nachrichtenfluss", sagte Devisenanalystin You-Na Park von der Commerzbank. Nachdem man sich in Griechenland endlich auf die Bildung einer Übergangsregierung geeinigt habe, stehe nun Italien im Vordergrund. An den Finanzmärkte steige die Sorge, ob die drittgrößte Volkswirtschaft im Euroraum ihre Schuldenlast weiter finanzieren könne. Gegen Mittag sorgte ein Medienbericht für Auftrieb beim Euro, demzufolge Berlusconi vor dem Rücktritt stehen soll. Der umstrittene Premierminister wies die Gerüchte zurück, doch die Zeichen für seinen Abgang verdichten sich.

Laut Commerzbank-Währungsexpertin Park bleibt die Unsicherheit beim Euro mittelfristig hoch. Neben den politischen Unsicherheiten in Italien und Griechenland seien auch viele Details rund um den erweiterten Euro-Rettungsschirm EFSF noch ungeklärt. Fundamentaldaten spielten vor dem Hintergrund der anhaltenden Schuldenkrise im Euroraum so gut wie keine Rolle. Entsprechend beeindruckten unerwartet schwache Daten zur deutschen Industrieproduktion die Anleger am heutigen Montag so gut wie gar nicht.

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