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Eintracht Stadtlohns Günter Boll im Interview

„Die Fronten waren schnell geklärt“

Stadtlohn B-Ligist Eintracht Stadtlohn hat nach einer starken Rückrunde die Chance aufzusteigen. Und das trotz einiger Unruhe zu Beginn des Spieljahres.

„Die Fronten waren schnell geklärt“

DJK-Absteilungsleiter Günter Boll (l.) blickt gespannt aufs Saisonfinale. Foto: Sascha Keirat

Spannende Wochen liegen vor der DJK Eintracht Stadtlohn. Die erste Mannschaft befindet sich mitten im Rennen um den Aufstieg in die A-Liga. Über die aktuelle Lage sprachen wir mit Abteilungsleiter Günter Boll.

Die erste Mannschaft hat zwei Spieltage vor Saisonende noch die Chance, Meister zu werden und nach einem Jahr in die Kreisliga A zurückzukehren. Was erwarten Sie vom Saisonfinale?

Wir sind natürlich äußerst gespannt. Erst einmal darauf, wie das Nachholspiel unseres Konkurrenten SG Gronau ausgeht. Und dann sind wir in den letzten beiden Spielen natürlich mit einem Auge auf den Bezirksliga-Plätzen. Sollte nur ein Bezirksligist in unseren Fußballkreis absteigen und beide A-Liga-Meister aufsteigen, könnten wir auch als Vizemeister noch über die Relegation aufsteigen.

Sechs Spieler des aktuellen Kaders wechseln nach der Saison zum Nachbarn SuS. Von anderen wie Mike Holtheuer und Tiago Fernandes hört man, dass sie ihre Schuhe an den Nagel hängen. Wie wird der Kader der Ersten zur neuen Spielzeit aussehen?

Wir werden es, wie bisher auch, mit Leuten aus den eigenen Reihen versuchen. Was anderes bleibt uns ja auch nicht übrig, denn bekanntlich zahlen wir ja kein Geld wie andere Vereine. Wir planen jedenfalls zweigleisig und haben aktuell schon 20 Spieler für die neue Saison. Mike Holtheuer und Tiago Fernandes haben übrigens signalisiert, dass sie wohl doch noch ein Jahr dranhängen werden. Das würde uns natürlich freuen. Im Übrigen haben wir schon ganz andere Situationen gemeistert, zum Beispiel nach dem Bezirksliga-Abstieg 2009, als uns 16 Spieler verlassen haben.

Wenn die DJK tatsächlich den Aufstieg schaffen sollte, wäre es der vierte Ligawechsel zwischen A- und B-Liga binnen fünf Jahren. Wo gehört die erste Mannschaft ihrer Meinung nach hin?

Also unser neuer Trainer Marcel Gajewiak hat mir im Gespräch klipp und klar gesagt, dass unser Verein mit seiner Infrastruktur in die Kreisliga A gehört. Ich persönlich tendiere im Moment eher zur Kreisliga B. Vor allem deshalb, weil wir nicht mehr in dem Maße aus unserem Nachwuchs schöpfen können wie noch vor zehn Jahren. Viele Spieler gehen in der Jugend lieber zum SuS, weil sie dort höher spielen wollen. Viele schaffen das aber nicht, spielen zum Beispiel in der BII oder BIII und hören dann auf, statt zur DJK zu kommen. Da gibt es etliche Beispiele aus den letzten Jahren. Ich finde es immer sehr schade, wenn Spieler mit dem Fußball aufhören, die wir mit Kusshand für unsere Mannschaften nehmen würden.

Um den Wechsel von Trainer Marc Hötzel zum SuS Stadtlohn II gab es Anfang des Spieljahres einige Unruhe. Wie erwähnt wechseln auch sechs Spieler. Überrascht es Sie, dass die Mannschaft – zuletzt mit neun Siegen in Serie – trotzdem so eine starke Rückserie spielt?

Die Fronten waren damals schnell geklärt, Spieler und Trainer wollen sich jetzt nichts nachsagen lassen. Mittlerweile ist ja längst wieder Ruhe eingekehrt. Ich finde es aber schon bemerkenswert und habe Marc Hötzel im Gespräch letzte Woche auch gesagt, dass ich es super-loyal finde, wie er sich verhält.

Wie beurteilen Sie die Entwicklung beim Nachbarn SuS, der seine erste Mannschaft freiwillig in die Landesliga zurückzieht?

Die Spatzen hatten es ja schon länger von den Dächern gepfiffen, deshalb hat es mich jetzt nicht sonderlich überrascht. Bewerten möchte ich das aber nicht, das ist nicht meine Sache.

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