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Die Vereine zahlen drauf

KREISGEBIET Die Fußballvereine im Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) müssen mit einer Erhöhung der Beiträge leben. Satte 100 Prozent mehr fließen ab dem 1. Januar 2008 in die Kassen des Verbandes. Ein Beispiel: Ein Landesligist bezahlt dann anstatt 650 Euro im Jahr 1300 Euro. Wir haben Reaktionen eingefangen - verärgerte, zum Teil aber auch verständnisvolle.

von Von Dominik Gumprich

, 11.12.2007
Die Vereine zahlen drauf

Um das liebe Geld ging es am Donnerstag im rat. Dort standen die Haushaltsreden auf der Tagesordnung.

Thomas Overmann, Sportlicher Leiter beim Werner SC: "Diese Entwicklung ist nicht erfreulich und kann nicht förderlich sein." Er befürchtet, dass "einige Vereine die gestiegenen Beiträge auf ihre Mitglieder abwälzen könnten - oder sogar müssten, was nicht Sinn der Sache ist." Ab 2008 wird dann der Kreisligist WSC, 416 Euro an Beiträgen an den Verband zahlen.

Je weiter man in den Ligen nach oben geht, desto härter trifft es die Vereine. Der SV Herbern ist im nächsten Jahr mit seiner ersten Mannschaft in der Bezirksliga mit 975 Euro dabei.

Schüttes Ärger

SVH-Geschäftsführer Franz Schütte: "Eine Erhöhung ist immer schlecht. Es trifft zu oft die kleinen Vereine die, die Basisarbeit im Fußball machen", ärgert sich Schütte. Der SV Herbern hätte in den letzten Jahren schon sehr viel Geld in die Jugendarbeit und den neuen Kunstrasen investiert, so Schütte.

Es bleibt abzuwarten, ob und wie das Geld den Vereinen wieder zu Gute kommt, zum Beispiel durch eine bessere Förderung der Jugend. Doch keinen großen Mut macht eine Sondersitzung des Verbandes im Januar, die über erneute "Einsparpotenziale" berät.

Gürtel enger schnallen

"Ob Verein oder Verband, alle müssen den Gürtel enger schnallen." Diese Ansicht vertritt Karl-Heinz Schulze (Wethmar), 2. Vorsitzender und Schiedsrichter-Obmann des Fußballkreises. Er kann verstehen, dass die Finanzmisere des Verbandes solche Maßnahmen erfordert. "Aber als Vereinsvertreter bedauere ich das außerordentlich, schließlich haben die schon Probleme genug, den Spielbetrieb aufrecht zu halten."

Schulze geht davon aus, dass der Verband im Januar noch weitere Sparmaßnahmen beschließen wird. "Dann werden vielleicht Ausschüsse verringert oder es gibt weniger Lehrgänge für Schiedsrichter, da ist noch vieles möglich", so der Funktionär.

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