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Die Verwendung der Studiengebühren

MÜNSTER In NRW werden an 28 von 33 Hochschulen Studiengebühren erhoben. In Münster sind die Gebühren am geringsten.

Die Höhe der pro Semester anfallenden Gebühren liegt zwischen 275 Euro an der Universität Münster und der gesetzlichen Höchstgrenze von 500 Euro. Diese wird von den meisten anderen Hochschulen ausgeschöpft. Im abgelaufenen Sommersemester hatten nach Angaben des Wissenschaftsministeriums 245.000 der 400.000 Studierenden an öffentlich-rechtlichen und staatlichen Hochschulen Studiengebühren bezahlt.

Den Weg dafür hatten CDU und FDP mit ihrer Mehrheit im Landtag am 16. März 2006 freigemacht. Die Opposition stimmte gegen das Gesetz. 15 Prozent der zahlenden Studenten nutzten die Möglichkeit günstiger Kredite der NRW-Bank. Dies ist vor allem für Bafög- Empfänger interessant, weil für den Rückzahlungsbetrag für Bafög und Studiengebühren zusammen am Ende des Studiums eine Obergrenze von 10.000 Euro festgeschrieben ist. Auf diese Weise zahlen nach Berechnung des Ministeriums zwei Drittel der Bafög-Empfänger faktisch keine Studiengebühren.

100 Millionen Euro eingenommen

Die Hochschulen nahmen - nach Abzug eines Satzes von 18 Prozent für einen Ausfallfonds, aus dem sozial schwächere Studierende bezuschusst werden - rund 100 Millionen Euro ein. Das Geld muss laut Gesetz in die Verbesserung der Studienbedingungen und der Lehre investiert werden. An den meisten Hochschulen wurde das Geld laut Ministerium für zusätzliche Dozenten, Tutoren, bessere Laborausstattung, Computer-Arbeitsplätze, zusätzliche Bücher in den Bibliotheken sowie für bauliche Verbesserungen ausgegeben.

An manchen Universitäten wurde das Geld zunächst nur zögerlich ausgegeben.

 

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